Kindernothilfe hilft mit 80.000 Euro in Chile

Die Corona-Pandemie trifft auch in Chile vor allem die Ärmsten. Die Kindernothilfe leistet Soforthilfe in Form von Lebensmittelpaketen und Mietzuschüssen.

  • Es ist wie überall auf der Welt: Diejenigen mit den geringsten Einkommen tragen die schwerste Last!
    Horacio Wood, Direktor des Kindernothilfe-Partners ANIDE in Chile
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  • Die Armen verfügen über keinerlei finanzielle Reserven, um Ausgangssperren und Quarantäne-Wochen durchzustehen. Durch die Schließung der kleinen Geschäfte und Märkte sind von einem Tag auf den anderen zehntausende Jobs weggefallen. Und auch diejenigen, die eigentlich zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Pandemie eine Festanstellung hatten, sind nicht sehr viel besser dran, weil es in Chile ja keine Lohnfortzahlung gibt
    Horacio Wood, Direktor des Kindernothilfe-Partners ANIDE in Chile
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  • Die Unterstützung durch den Staat ist zu gering oder aber diese Familien fallen gänzlich durch den Rost. Weil sie nicht oder nur unzureichend gemeldet oder arbeitslos sind. Der Staat hat zwar Lebensmittel verteilt. Aber viel zu geringe Mengen an viel zu wenige Familien
    Kindernothilfe-Österreich-Geschäftsleiter Gottfried Mernyi
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Wien (OTS/www.kindernothilfe.at) - Mehr als 400.000 Corona-Infektionsfälle gibt es in Chile – das südamerikanische Land zählt damit zu den weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Ländern. Am schnellsten breitet sich das Virus in den dicht besiedelten Armen- und Arbeitervierteln der Hauptstadt Santiago aus – dort, wo die Not ohnehin schon groß ist. „Es ist wie überall auf der Welt: Diejenigen mit den geringsten Einkommen tragen die schwerste Last!“, ärgert sich Horacio Wood, Direktor des Kindernothilfe-Partners ANIDE in Chile. „Die Armen verfügen über keinerlei finanzielle Reserven, um Ausgangssperren und Quarantäne-Wochen durchzustehen. Durch die Schließung der kleinen Geschäfte und Märkte sind von einem Tag auf den anderen zehntausende Jobs weggefallen. Und auch diejenigen, die eigentlich zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Pandemie eine Festanstellung hatten, sind nicht sehr viel besser dran, weil es in Chile ja keine Lohnfortzahlung gibt“, so die verheerende Ausgangslage. Tausende Familien können mittlerweile nicht einmal mehr das Essen für sich und ihre Kinder oder Miete, Wasser und Strom für ihre Unterkünfte bezahlen.

Hier springt der Kindernothilfe Verbund mit Soforthilfe ein: 80.000 Euro unterstützen 211 besonders betroffene Familien mit insgesamt 421 Kindern in den Armenvierteln von Santiago sowie in der Gemeinde Coronel im Süden Chiles. 40.000 Euro des Nothilfepakets werden von der Kindernothilfe Österreich übernommen und schon in den nächsten Tagen nach Chile überwiesen. Die Familien erhalten einerseits Lebensmittelpakete und benötigte Medikamente, andererseits auch Bargeld zur Deckung der monatlichen Kosten von Miete, Strom und Wasser. So soll verhindert werden, dass die Familien aus den gemieteten Häusern vertrieben werden.

„Die Unterstützung durch den Staat ist zu gering oder aber diese Familien fallen gänzlich durch den Rost. Weil sie nicht oder nur unzureichend gemeldet oder arbeitslos sind. Der Staat hat zwar Lebensmittel verteilt. Aber viel zu geringe Mengen an viel zu wenige Familien“, erklärt Kindernothilfe-Österreich-Geschäftsleiter Gottfried Mernyi die Ausgangslage. Vorerst drei Monate leistet die Kindernothilfe nun Soforthilfe in Form von Lebensmittelpaketen und Mietzuschüssen. Danach sollen die Familien befähigt sein, bei öffentlichen Stellen Hilfe und staatliche Zuschüsse zu beantragen. Dabei werden sie von den Projektmitarbeitern unterstützt.

Spendenkonto:

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Kennwort: Soforthilfe Chile

Rückfragen & Kontakt:

Kindernothilfe Österreich
Julia Drazdil-Eder
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01/513 93 30-60
julia.drazdil-eder@kindernothilfe.at
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