Theater der Jugend startet mit acht Neuproduktionen in Saison 2020/21

Saisoneröffnung am 13. Oktober; Neue Bühnenstücke drehen sich um die Themen Reise und Isolation

Wien (OTS/RK) - Heute, Mittwoch hat das Theater der Jugend sein Programm für die neue Saison vorgestellt. Dieses umfasst acht Neuproduktionen – darunter fünf Uraufführungen sowie eine österreichische Erstaufführung – für die beiden Theaterhäuser Renaissancetheater und Theater im Zentrum. Natürlich musste sich auch Theaterdirektor Thomas Birkmeir während der vergangenen Monate auf eine Ausnahme-Spielzeit vorbereiten: „Wir gehen allen anderen als einfachen Zeiten entgegen. Wir hoffen, dass wir im Oktober öffnen dürfen. Das wird uns die Corona-Ampel weisen, die Regelung kann sich jeden Freitag ändern.“ Die Sicherheit der BesucherInnen habe „absolute Priorität“. Das Konzept umfasst Handhygiene beim Betreten des Theaters, Verkauf von Tickets ausnahmslos in personalisierter Form, Zugang zum Saal durch ein Leitsystem sowie ein Sicherheitsabstand. Beim Betreten und Verlassen des Theaters ist ein Mund-Nasen-Schutz für die BesucherInnen obligatorisch, je nach aktueller Farbe der vom Bund gestellten Corona-Ampel kann die Maske abgenommen oder muss während der gesamten Aufführung getragen werden.

Die derzeitige Ampelfarbe Gelb bedeute, dass während der gesamten Vorstellungen und Pausen der Mund-Nasen-Schutz aufbehalten werden muss. Zwischen jeder Person oder BesucherInnengruppe bleibt ein Platz frei, der Saal wird also lückenhaft besetzt. Gruppen, die gemeinsam Tickets erworben haben, können zusammen sitzen. „Wir können so im Haupthaus maximal 511 Plätze belegen, in unserer zweiten Spielstätte 186. Das bedeutet für uns eine Reduktion um mehr als 150 Plätze im Vergleich zu zwei ausverkauften Theatern“, rechnete Birkmeir vor. Durch die Corona-Situation sei das Haus finanziell in Schieflage geraten, „kein Wunder bei einer durchschnittlichen Eigendeckung von 43 Prozent und einer Auslastung von durchschnittlich 96,6 Prozent während der letzten drei Jahre“, sagte Birkmeir. Den Einnahmenentgang in der Zeit des "Shutdowns" zwischen März und Ende Juni bezifferte Birkmeir mit 1,4 Millionen Euro. Dieser Entgang sei durch die öffentliche Hand nur teilweise ersetzt worden. Um „Kunst und Kultur, die wesentliche Bestandteile der Lebensförderung sind, am Leben zu erhalten“, schlug der Theaterdirektor die Schaffung eines nach dem Vorbild des Wiener Gastro-Gutscheins ebenfalls mit insgesamt 40 Millionen Euro dotierten Kultur-Gutscheins vor.

Neues „ABOflexibel“

Um in der gesamten Spielzeit flexibel auf die jeweils aktuellen gesundheitlichen Vorschriften reagieren zu können, wurde anstelle des bisherigen ABOdirekt das neue Format ABOflexibel entwickelt. Damit werden erworbene Karten nicht auf einmal im Herbst bezahlt, sondern kurz vor dem jeweiligen Theaterbesuch. „Der Verkauf dieses neuen Formats läuft unerwartet gut. Da der Abo-Verkauf an den Schulen gerade erst begonnen hat, können wir über Zahlen dazu noch nichts sagen“, erläuterte Birkmeir.

Eröffnet wird die neue Saison am 13. Oktober 2020 mit „Das große Shakespeare-Abenteuer“ unter der Regie von Felix Metzner im Renaissancetheater für Kinder ab 6 Jahren. „Das Stück dreht sich um das, was man derzeit erlebt und was man stattdessen gerne erleben würde, nämlich Isolation und Reisen“, erklärte Birkmeir. Das zweite Haus, das Theater im Zentrum, startet Mitte Oktober mit „Der Glöckner von Notre Dame“ in der Regie des Briten Jehtro Compton. Drei (Das große Shakespeare-Abenteuer, Frühlings Erwachen, Krieg der Welten) der angekündigten acht Neuproduktionen sind Projekte, die in der Vorsaison wegen des Shutdowns nicht mehr auf die Bühne kamen.

Weitere Details zum Spielplan 2020/21, zu den Abos und alle weiteren Informationen zu den Aufführungen sowie Sicherheitsbestimmungen unter: www.tdj.at

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