AK NÖ-Wieser bei AGRANA-Betriebsversammlung: „Lösungen auf den Tisch!“

Erhalt der Arbeitsplätze und Sicherung der regionalen Lebensmittelproduktion

St. Pölten (OTS) - „Die Bundesregierung muss ihrer Verantwortung nachkommen und die regionale Lebensmittelproduktion und damit die Arbeitsplätze sichern“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser zu den Beschäftigten der AGRANA am Standort der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf, wo am Montag eine Betriebsversammlung stattgefunden hat. Gemeinsam mit Arbeiter-Betriebsratsvorsitzendem Walter Rotter wurden berechtigte Sorgen der Arbeitnehmer besprochen, und ihnen wurde vollste Unterstützung seitens der Arbeiterkammer, des ÖGB und der Belegschaftsvertretung zugesichert. „Die Problematik rund um die Zuckerproduktion ist der Bundesregierung seit Jahren bekannt, es braucht daher rasch nachhaltige Lösungen zum Wohle aller Beteiligten in der Region“, so Wieser.

„Wir reden MIT den Beschäftigten, während die anderen zumeist nur ÜBER die Beschäftigten reden, und unverbindliche runde Tische abhalten“, so Wieser. Das Problem der Herausforderungen in der Zuckerproduktion (Zuckermarktordnung, Neonicotinoide usw.) besteht nicht erst seit heute und ist in der Region und unter der Belegschaft schon lange Thema. Man hat teilweise den Eindruck, dass der Standort den Standpunkt bestimmt. So wie bei der zuständigen Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die als damalige EU-Abgeordnete im Jahr 2016 anlässlich drohender Probleme beim Auslaufen der EU-Zuckermarktordnung beschwichtigt hat, man solle „Chancen erkennen“ und „Chancen nutzen“. „Damit war und ist keiner Arbeitnehmerin und keinem Arbeitnehmer und schon gar keinem landwirtschaftlichen Produzenten geholfen, ganz im Gegenteil“, so Wieser. Derzeit stehen viele Existenzen in der Region auf dem Spiel, was zu Sorgen und Unsicherheit unter der Belegschaft führt.

„Seit der Corona-Pandemie betont die Regierung auch permanent die Wichtigkeit der regionalen und unabhängigen Versorgung. Es ist also an der Zeit, diesen Worten endlich auch Taten folgen zu lassen und die Arbeitsplätze sowie die Zuckerproduktion zu sichern“, so Wieser. Es kann nicht sein, dass die Regierung den Konsumenten und Bürgern permanent ausrichtet, was sie tun sollen, gleichzeitig aber alle Betroffenen im Marchfeld im Regen stehen lässt.

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