Arbeitsmarktzahlen – Muchitsch warnt: Türkis-Grün beraubt Jugend ihrer Perspektiven

Dringend Maßnahmen gegen Verfestigung von Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit gefordert: Qualifizierungsoffensive, Ausbildungsgarantie, Vier-Tage-Woche

Wien (OTS/SK) - „Angesichts der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für August 2020 müssen bei der türkis-grünen Bundesregierung alle Alarmglocken schrillen“, sagt SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch. In nahezu allen Bereichen ist die Arbeitslosigkeit um rund ein Drittel gestiegen, „besonders drastisch ist die Situation bei den Jugendlichen, hier ist die Arbeitslosigkeit sogar um fast 36 Prozent gestiegen“. Besonders auffallend ist die stark erhöhte Verweildauer in der Arbeitslosigkeit, sie ist mit 153 Tagen um 19 Tage angestiegen. Als „brandgefährlich“ bezeichnet Muchitsch die Tatsache, dass gleichzeitig die Schulungszahlen zurückgegangen sind: „Die türkis-grüne Bundesregierung schaut seelenruhig dabei zu, wie die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen massiv ansteigt und sich verfestigt statt endlich wirksam gegenzusteuern“, kritisiert Muchitsch, der vor „Spätfolgen, die nicht zu überblicken sein werden“, warnt. „Statt Qualifizierungsoffensiven - wie die SPÖ sie vorschlägt - zu starten, legt Türkis-Grün die Hände in den Schoß und lässt zu, dass junge Menschen ihrer Zukunftsperspektiven beraubt werden“, so der SPÖ-Sozialsprecher. ****

Muchitsch betont am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: „Es ist jetzt nötig zu handeln, um einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit unserer Jugend gegenzusteuern!“ Die Regierung hätte schon längst Weiterbildungs-und Umschulungsmaßnahmen hochfahren müssen, um die Menschen schneller in Jobs zu bringen. Gerade für Jugendliche hat die SPÖ viele Vorschläge - von der Wiedereinführung der Ausbildungsgarantie bis 25 bis hin zu einer Lehrlingsoffensive und der Qualifizierungsoffensive in der Pflege - auf den Tisch gelegt. „Die Regierung muss nur endlich ins Handeln kommen, das Heft in die Hand nehmen und aktiv gegen die Arbeitslosigkeit ankämpfen“, so der SPÖ-Sozialsprecher. Die Lage am Arbeitsmarkt werde sich noch länger nicht entspannen, „und schon gar nicht von alleine“. Im Gegenteil werde ein weiterer massiver Anstieg erwartet. Hier sei der Staat gefordert. „Doch statt wirksamer Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung gibt es nur eine Einmalzahlung von 450 Euro für Arbeitslose, das ist nichts mehr als ein Almosen, das Arbeitsuchende zu Bittstellern macht. Wir fordern eine nachhaltige Erhöhung des Arbeitslosengeldes von 55 auf 70 Prozent des Nettoeinkommens, um die Arbeitsuchenden zu unterstützen und den Konsum anzukurbeln“, so Muchitsch.

Zudem habe die SPÖ zahlreiche Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf den Tisch gelegt: „Vom größten Investitions- und Beschäftigungspaket in der Geschichte der Zweiten Republik, der Jobgarantie für ältere und Langzeitarbeitslose und der Lehrlingsoffensive bis hin zur staatlich geförderten Vier-Tage-Woche, die Arbeitsplätze sichern und mittelfristig rund 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte, haben wir gezeigt, wie es gehen kann. Das oberste Ziel ist Vollbeschäftigung. Einzelmaßnahmen wie sie die Regierung bringt, helfen langfristig nichts.“

Der SPÖ-Sozialsprecher will zudem wissen: „Wo bleibt die Arbeitsstiftung, die schon vor Monaten angekündigt wurde? Diese sollte schon längst starten, damit arbeitslose Menschen wieder eine Perspektive haben. Aber auch hier ist die Arbeitsministerin säumig. Ankündigungen und Showpolitik sind zu wenig!"

Im August waren 423.000 Personen arbeitslos, das sind um rund 28 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dazu kommen beinahe 453.000 ArbeitnehmerInnen in Kurzarbeit. (Schluss) bj/lp

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