FP-Schwingenschrot: Namentliche Erfassung der Gäste wäre Todesstoß für Wiener Gastronomie

ÖVP und Grüne sollen mit gutem Beispiel voran gehen und die Namen ihrer Besucher öffentlich machen

Wien (OTS) - Die von Gesundheitsminister Anschober offenbar geplante vorgeschriebene Erfassung von Namenslisten der Gastro-Gäste wäre der Todesstoß für die Wiener Gastronomie. „Man kann von niemandem verlangen, einen derartigen Eingriff in seine Privatsphäre hinzunehmen“, erklärt der Gastrosprecher der Wiener FPÖ und Vizepräsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, Dietmar Schwingenschrot. Wenn wochenlang aufliegt, wer mit wem wann wo auf einen Kaffee gegangen ist, werden viele einfach auf den Gastrobesuch verzichten und sich woanders treffen, glaubt Schwingenschrot und verweist auf die Rolle der Gastronomie vor allem im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich. „Viele werden nicht wollen, am Ende völlig gläsern dazustehen“, glaubt Schwingenschrot und fragt: „Wieso überhaupt in der Gastronomie und nur dort? Wieso nicht im Supermarkt, bei den Klimademos oder in der U-Bahn?“ nennt Schwingenschrot Beispiele, wo wesentlich höhere Ansteckungsgefahr herrsche als bei einem Date am Kaffeehaustisch und wo - völlig zurecht - keine Namenslisten im Gespräch sind.

Wenn Anschober diese weitere Schikane für Gastronomen tatsächlich umsetzen wolle, möge er mit gutem Beispiel vorangehen und diese Praxis in der Bundesregierung erproben. „Viel interessanter als mit wem ich einen Kaffee trinke wäre doch, welche Freunderl, Schützlinge und Sponsoren bei ÖVP und Grünen aus- und eingehen. Anschober soll uns einmal diese Listen zeigen bevor er der Wiener Gastronomie den Todesstoß versetzt“, fordert Schwingenschrot.

Da die steigenden Corona-Zahlen vermehrt auf Kroatien-Partytouristen zurückzuführen sind, rechnet Schwingenschrot mit keinem absehbaren Aufsperren der Wiener Club- und Nachtlokale. „Hier müssen sich sowohl die Bundes- als auch die rot-grüne Stadtregierung schleunigst etwas einfallen lassen. Die Nachtgastronomie ist offenbar zum Sterben verurteilt – diese Unternehmer und deren tausenden Angestellten brauchen jetzt jede Unterstützung“, so Schwingenschrot abschließend.

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