ÖÄK-Mayer: Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten muss krisensicher sein

Die Politik sollte gezielt Maßnahmen setzen, um unabhängiger von einzelnen Regionen und von möglichen weltweiten Krisen zu sein, sagt ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer.

Wien (OTS) - Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie abhängig die medizinische Versorgung von vielen äußeren Faktoren wie offenen Grenzen und funktionierende Verkehrsmitteln ist. „Daraus zu lernen heißt auch, Strategien zu entwickeln, diese Abhängigkeiten vom internationalen Markt und dem Weltgeschehen möglichst gering zu halten“, sagt Harald Mayer, Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer. Die Politik müsse hier Wege aufzeichnen, die gesundheitliche Versorgung möglichst autonom zu gewährleisten. „Es geht hier darum, dass wir die Bevölkerung auch in Krisenzeiten sicher versorgen können“, betont Mayer.

Zu einer krisensicheren medizinischen Versorgung würden laut dem ÖÄK-Vizepräsidenten auch gehören, Schutzausrüstung auf Reserve zu lagern und so Engpässe zu vermeiden. Das betreffe neben der Schutzausrüstung ebenso Arzneimittel und sämtliche medizinische Produkte, betont Mayer. Hierzu müssten Unternehmen politisch unterstützt und Rahmenbedingungen geschaffen werden, um tatsächlich Vorräte lagern zu können.

Bei Zulieferungen von medizinischen Produkten aus dem Ausland sollten, wenn möglich, mehr als eine Lieferkette bestehen, um zu verhindern, dass einzelne Produkte kurzfristig gar nicht mehr geliefert werden können: „Die Abhängigkeit von einem Hersteller, von einer Region, ist nicht im Sinne einer krisensicheren medizinischen Versorgung“, sagt Mayer. Letztlich müsse die Produktion von medizinischen Produkten, soweit das möglich sei, wieder in die EU geholt werden. „Das mag zwar teurer sein, aber es sichert die Qualität und verhindert, dass wir vom weltweiten Markt abhängig sind“, sagt Mayer. (sni)

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