Fahrzeughandel – Edelsbrunner: „Autobranche fühlt sich bei Investitionsprämie überfahren“

Um 13,2 Prozent weniger Kfz-Neuzulassungen im Juli

Wien (OTS) - Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), schließt sich den Bedenken des Arbeitskreises der Automobilimporteure und des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie hinsichtlich Ausgestaltung von Investitionsprämie und degressiver steuerlicher Abschreibung („degressive AfA“) an: „Die Investitionsprämie per se ist eine wichtige und richtige Konjunkturmaßnahme. Bloß: Für die Automobilwirtschaft stellt sie keine Unterstützung dar.“ Auch die Möglichkeit der degressiven steuerlichen Abschreibung („degressive AfA“) gilt nur für Fahrzeuge, die einen Emissionswert von null ausweisen.

Wie die Statistik Austria erhoben hat, ist die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen in Österreich im Juli gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 13,2 Prozent gesunken. Vor diesem Hintergrund ringt die Kfz-Wirtschaft unter Verweis auf ihre volkswirtschaftliche Bedeutung um Unterstützung. Die gesamte österreichische Automobilwirtschaft steht für 315.000 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 26 Milliarden Euro. Eine Vielzahl an innovativen Unternehmen – unter anderem aus der starken österreichischen Zulieferindustrie – erwirtschaften jährlich einen Bruttoproduktionswert von 67 Milliarden Euro.

Eine Unterstützung der E-Mobilität stelle ein positives Signal für eine Zukunftstechnologie dar. „Allerdings sind E-Autos für Autofahrer aufgrund des unterschiedlichen Nutzungsverhaltens – z.B. für Vielfahrer – oft weniger geeignet“, ruft der Branchensprecher des österreichischen Fahrzeughandels in Erinnerung.

„Dazu kommt: In Österreich sind E-Fahrzeuge aufgrund der Corona-Pandemie und daraus resultierenden Unterbrechungen von Produktions- und Lieferketten nicht oder nur schwer lieferbar“, berichtet Edelsbrunner – er ist selbst Autohändler in der Steiermark – aus der Praxis. (PWK355/JHR)

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