- 10.08.2020, 11:22:12
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ÖAMTC: Motorradschutzbekleidung auch im Hochsommer unerlässlich (+ Fotos)
Trotz Hitze sollten sich Biker mit adäquater Bekleidung schützen
Utl.: Trotz Hitze sollten sich Biker mit adäquater Bekleidung
schützen =
Wien (OTS) - Die derzeitigen Wetterbedingungen eignen sich optimal
für Motorradtouren. Doch auch wenn es heiß ist, gilt: Ohne
entsprechende Motorrad-Schutzbekleidung sollte nicht gefahren werden.
Eine ÖAMTC-Erhebung aus 2017 konnte aufzeigen, dass viele Biker bei
hohen Temperaturen auf Schutzbekleidung verzichten. "Wir konnten
damals im Großraum Wien beobachten, dass von 548 Motorradfahrern
lediglich 36 Prozent eine Motorradjacke und nur 15 Prozent eine
Motorradhose trugen. Von 798 Rollerfahrern waren nur drei Prozent mit
einer Motorradjacke unterwegs, eine Motorradhose trug überhaupt
keiner. Das ist sehr bedenklich", fasst ÖAMTC-Verkehrsexperte David
Nosé zusammen. Jeder fünfte Motorradfahrer war überhaupt nur mit
kurzer Hose und kurzärmligem Oberteil unterwegs, bei den
Rollerfahrern sogar jeder zweite. "Das ist gefährlich, denn in kurzen
Hosen und Sandalen zu fahren, kann böse enden. Ein kleiner
Ausrutscher bei geringer Geschwindigkeit mit ungenügender
Schutzbekleidung reicht aus, um schwere Verletzungen davonzutragen",
warnt Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC
Fahrtechnik.
Motorradbekleidung im Sommer – Funktionalität und Schutz sind
kein Widerspruch
Neben Motorradjacken und -hosen aus Leder gibt es mittlerweile viele
verschiedene Varianten an luftiger Motorradbekleidung zu kaufen.
Wichtig ist, Bekleidung aus Material zu wählen, die entsprechend
reiß- und abriebfest ist und über Protektoren verfügt. Diese schützen
im Falle eines Sturzes exponierte Körperstellen wie Schultern,
Ellenbogen und Knie. "Zusätzliche Schutzprotektoren für den Rücken
sind ebenfalls sehr sinnvoll. Zudem kann man heute auch spezielle
Airbag-Jacken kaufen. Diese können die Unfallfolgen deutlich
reduzieren", erklärt Experte Scheiblauer und fügt hinzu: "Zur
Schutzausrüstung gehört auch das geeignete Schuhwerk sowie
Motorradhandschuhe. Dabei ist es wichtig, Schuhe zu wählen, die
mindestens knöchelhoch sind. Optimal sind Stiefel." Der
Mobilitätsclub hat kürzlich die gängigsten Airbag-Westen getestet.
Auch den Kopfschutz sollte man gut wählen. Ein Integral- oder
Vollvisierhelm mit fester Kinnpartie bietet optimalen Schutz. Aber
auch Modulhelme mit abnehmbarem Kinnteil sind aufgrund ihrer großen
Wandlungsfähigkeit eine Alternative. "Der Helm sollte über ein
kratzfestes Visier und ein gutes Belüftungssystem verfügen und der
EC-Norm 22 entsprechen. Außerdem sollte er sich perfekt an die
Kopfform anpassen und darf weder zu groß noch zu klein sein. Der
Kinnriemen muss immer geschlossen sein und darf nicht zu locker
sitzen", erklärt der Motorrad-Profi.
Rechtliche Konsequenzen bei unzureichender Schutzausrüstung
Gesetzlich ist es nicht direkt verboten, Fahrzeuge auf zwei Rädern
mit Sandalen oder Sportschuhen zu lenken – im Gegensatz zum Fahren
ohne Helm. "Abgesehen davon, dass man einem hohen Verletzungsrisiko
ausgesetzt ist, kann es auch zivilrechtliche Auswirkungen haben, wenn
man ohne die richtige Schutzbekleidung auf Motorrad oder Roller
steigt. Ungenügende Bekleidung während der Fahrt kann Einfluss auf
etwaige Schadenersatzansprüche haben", erklärt der Experte der ÖAMTC
Fahrtechnik.
Gezieltes Fahrtechniktraining steigert Sicherheit
Um die Sicherheit auf zwei Rädern zu gewährleisten, steht die
Beherrschung des Fahrzeuges ebenfalls an vorderer Stelle. Wie man
auch in Extremsituationen richtig reagiert, lässt sich im Zuge eines
Fahrtechnik-Trainings üben. "Im eigenen Interesse muss ein
Motorradfahrer damit rechnen, dass andere Lenker unaufmerksam sind –
und das noch viel häufiger, wenn es heiß ist. Umso wichtiger ist eine
angepasste und berechenbare Fahrweise, die richtige Brems- und
Kurventechnik ", mahnt der Bike-Profi der ÖAMTC Fahrtechnik.
Mehr Infos zu den Trainings in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren gibt es
unter www.oeamtc.at/fahrtechnik.
Foto: ÖAMTC Fahrtechnik/Christian Houdek, zur honorarfreien
Verwendung; weiteres Bildmaterial zu dieser Aussendung zu finden
unter: www.oeamtc.at/presse
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