„Planet Earth“: Mit „Universum“ von der afrikanischen Savanne über die Steppen Sibiriens in die Hochgebirgsregionen der Erde

Im Rahmen der Serie „Im Sommer die Welt entdecken“ am 11. August ab 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Im Rahmen der „Universum“-Serie „Im Sommer die Welt entdecken“ nimmt u. a. die sechsteilige BBC-Erfolgsproduktion „Planet Earth“ das TV-Publikum jeweils in Doppelfolgen mit auf alle Kontinente – und damit zu den größten Naturwundern der Erde. Mehrere internationale Kamerateams haben sich dafür über Jahre hindurch auf härteste Herausforderungen eingelassen, um eine geheimnisvolle Welt aus nächster Nähe zu erfassen: Mit Drohnen durchdringen sie Wälder und Schluchten, mit Kamerafallen, superstarken Teleobjektiven und Hochgeschwindigkeitskameras dokumentieren sie bisher unentdeckte und kaum wahrnehmbare Abläufe. Nicht weniger als 117 Drehreisen führten die Teams durch rund 40 Länder, insgesamt absolvierten sie für die Reihe 2.089 Drehtage.
Am Dienstag, dem 11. August 2020, führt die von Chadden Hunter gestaltete Folge „Grasland“ (ORF-Bearbeitung: Margarita Pribyl) um 20.15 Uhr in ORF 2 von der afrikanischen Savanne über die Pampa Südamerikas zu den Steppen Sibiriens, „Berge“ (Regie: Justin Anderson, ORF-Bearbeitung: Margarita Pribyl) präsentiert um 21.05 Uhr die eindrucksvollsten Hochgebirgsregionen unseres Planeten.

„Grasland“: Von der afrikanischen Savanne über die Pampa Südamerikas zu den Steppen Sibiriens

Gras – ein unscheinbares Gewächs. Und doch ist es unglaublich wichtig für das Leben auf dem Planeten Erde. Etwa ein Viertel der gesamten Landmasse ist von Gräsern bewachsen. Eine erstaunliche Vielfalt an Lebewesen hat sich im Grasland herausgebildet. Charakteristisch für diesen Lebensraum ist ein fortwährender, schneller Wandel. Alle tierischen Bewohner dieses Habitats und alle Pflanzen des Graslandes – vom mächtigen Elefanten bis zum kleinsten Halm – müssen ständig mit dramatischen Umbrüchen zurechtkommen. Die unterschiedlichsten Graslandschaften fordern ihren Bewohnern alles ab, größte Anpassungsfähigkeit ist Voraussetzung. Die Herausbildung dieser großen Habitate begann vor etwa acht Millionen Jahren, als ausgedehnte Wälder auszutrocknen begannen. Gräser zählen zu den widerstandsfähigsten Pflanzen, sei es im Kampf gegen Feuer und Überflutungen, gegen Schnee und Eis oder die gnadenlose tropische Sonne.

Für die Kamerateams der BBC warteten in den Steppen der mittleren Breiten Zentralasiens enorme Temperaturschwankungen und widrige Sandstürme. Von klirrendem Frost bis zu glühender Hitze erreichte die Spanne bis zu 80 Grad Celsius. Es sind erschwerte Bedingungen – kein allzu großes Problem allerdings für die Saiga-Antilopen. Bereits wenige Tage nachdem die jungen Saigas zur Welt gekommen sind, wandert die Herde weiter durch die Steppe, die sich von Osteuropa bis in den Norden Chinas zieht. Auf ihrem Zug nach Süden treffen Karminspinte aus der Familie der Bienenfresser im Grasland Botswanas ein. Die geschickten Flieger haben es auf die zahllosen Insekten abgesehen, die sich zwischen den saftigen Savannengräsern tummeln. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass sich die Vögel auf einer Riesentrappe ausrasten. Den Filmteams ist es gelungen, in die Mikrowelten der kleinsten Bewohner des Lebensraums Grasland einzutauchen und etwa ungewöhnliche Einblicke in die hochorganisierte Welt der Ameisen zu liefern. Die Chaco-Blattschneiderameisen in den Graslandschaften Südamerikas durchtrennen die Halme mit ihren gezahnten Mundwerkzeugen – aber nicht zu Nahrungszwecken: Sie brauchen die Grasstücke für ihre Gärten, die sie in ihrem Bau bewirtschaften. Die grünen Halme garantieren Leben – für Pflanzenfresser und für Fleischfresser.

„Berge“ – Die eindrucksvollsten Hochgebirgsregionen unseres Planeten im „Universum“-Porträt

In den eindrucksvollsten Hochgebirgsregionen des Planeten müssen Tiere und Pflanzen den härtesten Anforderungen trotzen, um überleben zu können. Inmitten von zerklüftetem Terrain, steilen Hängen, bei gleichzeitigem Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser. Diese Lebenswelt ist atemberaubend und unvergleichlich, allerdings ist sie Spezialisten vorbehalten.
Die Rocky Mountains in den USA, die Anden Südamerikas und der Himalaya in Asien: Sie zählen zu den eindrucksvollsten Hochgebirgsregionen der Erde. Nur wenige Pioniere sind zäh genug, um hier zu bestehen, nur extreme Kletterkünstler, wie etwa der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard, bringen dieses Kunststück zustande.

Nubische Steinböcke verfügen über weiche konkave Hufe, sie weisen besseren Grip auf als jeder Kletterschuh. Auf der Arabischen Halbinsel bewegen sich die Steinböcke geschmeidig selbst steilste Felswände hinauf und hinunter. Der Schneeleopard, das stärkste Raubtier des Hochgebirges, kann dank seiner Fellzeichnung mit der Umgebung optisch fast verschmelzen. Die Großkatzen leben im größten Gebirge der Erde, dem Himalaya. Es ist kein Leichtes, sie vor die Kameralinse zu bekommen, aber mit Hilfe spezieller Kamerafallen ist es der Crew gelungen, Einblicke in die Welt dieser seltenen Wildtiere zu gewinnen. Steinadler gleiten pfeilschnell durch Schluchten und Täler. Im Sturzflug erreichen sie eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunde. Da sie vom Säuger bis zu Aas alles fressen, gehören sie zu den erfolgreichsten Greifvogelarten. Grizzlybären gehen in den Rocky Mountains den größten Lawinen aus dem Weg, indem sie weit oben in Höhlen an schneebedeckten Abhängen überwintern. In den Anden präsentieren wiederum Flamingos in eiskalten Salzseen ihre berühmten Balztänze. Die zerbrechlich wirkenden rosafarbenen Vögel trotzen dabei widrigsten Bedingungen.

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