Washington, Mailand, Jerusalem: ORF-Korrespondenten porträtieren wieder „ihre Stadt“ – ab 12. August im „WELTjournal“

Wien (OTS) - Bereits zum achten Mal präsentieren ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten heuer in der erfolgreichen „WELTjournal“-Sommerserie „ihre Stadt“ auf die etwas andere Art und geben Einblick in ihren Arbeitsalltag. Den Auftakt macht am Mittwoch, dem 12. August 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 USA-Korrespondentin Hannelore Veit. Sie nimmt das TV-Publikum mit in die US-Hauptstadt Washington, die sich unter Donald Trump extrem verändert hat. „ZIB“-Auslandschef Andreas Pfeifer führt am 19. August durch Italiens Modemetropole Mailand in der Lombardei, die gerade dabei ist, sich vom Schock nach Corona zu erholen, und Israel-Korrespondent Tim Cupal zeigt am 26. August Jerusalem, eine der faszinierendsten und umstrittensten Städte überhaupt, von Israelis und den Palästinensern gleichermaßen als Hauptstadt beansprucht.

Im „WELTjournal +“ folgen Stadtporträts aus den vergangenen Jahren:
Russland-Korrespondentin Carola Schneider schildert ihre Eindrücke von Moskau als Stadt faszinierender Gegensätze. Die frühere Italien-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder porträtiert den kleinen Inselstaat Malta im Mittelmeer, der wegen Korruptionsvorwürfen wiederholt in die Schlagzeilen geriet. Und Ben Segenreich, langjähriger Israel-Korrespondent, nimmt die Zuseher/innen mit an die israelische Mittelmeerküste, nach Tel Aviv, das nicht nur Zentrum der lebhaften Start-Up-Innovation, sondern auch berühmt für sein reges Strandleben und seine erstaunliche Club-, Party- und Schwulenszene ist.

„WELTjournal: Mein Washington“ – mit USA-Korrespondentin Hannelore Veit (12. August, 22.30 Uhr, ORF 2)

Das erste Stadtporträt der diesjährigen „WELTjournal“-Sommerserie führt in die US-Hauptstadt Washington, Zentrum der Macht und der politischen Entscheidungen. Das Weiße Haus, das Lincoln-Memorial und das Kapitol gehören zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der USA, das weitläufige Areal davor wurde zuletzt wieder Schauplatz von Demonstrationen und Protesten. Zweieinhalb Monate vor den Präsidentschaftswahlen ist die Hauptstadt der Weltmacht ein heißes Pflaster. USA-Korrespondentin Hannelore Veit porträtierte Washington vor sechs Jahren schon einmal, kurz nach ihrem Antritt als Leiterin des dortigen ORF-Korrespondenten-Büros – zu einer Zeit, als Barack Obama noch Präsident war. Im Sommer 2020 sieht sie sich noch einmal in der amerikanischen Hauptstadt um: fast nichts ist mehr wie damals. Im Weißen Haus residiert Donald Trump, der von der mehrheitlich demokratisch wählenden Bevölkerung Washingtons als Eindringling gesehen wird. Die Corona-Krise hat die Stadt lahmgelegt. Massenproteste gegen Rassismus haben sie erschüttert. Die politischen und gesellschaftlichen Gegensätze in Washington haben sich verschärft, von Optimismus ist nichts zu spüren. In ihrem Porträt stellt Hannelore Veit das alte Washington dem neuen gegenüber.

„WELTjournal +: Mein Moskau“ – mit Russland-Korrespondentin Carola Schneider (12. August, 23.00 Uhr, ORF 2)

Moskau ist mit seinen 12 Millionen Einwohnern die größte Stadt Russlands. Der Rote Platz vor der Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Zwiebeltürmen sowie der Kreml, die ehemalige Residenz der russischen Zaren, später Machtzentrum der Sowjetunion, heute Sitz des russischen Staatspräsidenten, sind UNESCO-Weltkulturerbe. Für das „WELTjournal“ erkundet ORF-Korrespondentin Carola Schneider Moskau abseits touristischer Pfade. Sie zeigt die Gegensätze Moskaus, die die Faszination dieser Metropole ausmachen: zum einen menschenverschlingender Moloch, zum anderen Großstadt, die unendliche Möglichkeiten bietet. Carola Schneider begleitet ihre russische Freundin, die Umweltaktivistin Julia Muchina, bei ihrem Engagement für eine bessere Lebensqualität in der russischen Metropole, beim Kampf für Mülltrennung und den Erhalt der Rasenflächen. Der Blick hinter die Kulissen der Weltstadt zeigt auch Bilder einer Ausstellung politisch nicht-opportuner Kunst, die wie zu Sowjetzeiten wieder in einer Privatwohnung organisiert wird.

„WELTjournal: Mein Mailand“ – mit „ZIB“-Auslandschef Andreas Pfeifer (19. August, 22.30 Uhr, ORF 2)

Mailand ist die führende Kultur- und Medienmetropole Italiens, Inbegriff der schillernden Welt der Mode und des Designs, pulsierende Großstadt der Finanzwelt und internationaler Messen. Der berühmte Mailänder Dom auf dem zentralen Hauptplatz, der Piazza del Duomo, ist eine der größten Kirchen der Welt und jedes Jahr Tourismus-Magnet für Millionen – doch heuer bleiben die Gäste aus. Monatelang lag die lombardische Hauptstadt im Mittelpunkt des italienischen Corona-Pandemiegeschehens – mit menschenleeren Straßen, heillos überfüllten Spitälern und dramatischen Opferzahlen. Noch immer steht die Stadt unter Schock, gleichzeitig aber entwickelt sie den Ehrgeiz, auch aus dieser Krise als Zentrum der Innovation, des Wirtschaftsaufschwungs und der Mode hervorzugehen. „ZIB“-Auslandschef Andreas Pfeifer reist für das „WELTjournal“ nach Mailand und trifft dort auch auf die Spuren älterer Krisen, die die Stadt während seiner Jahre als ORF-Italienkorrespondent heimgesucht haben. Auf „Tangentopoli“ – die Mutter aller Korruptionsskandale, die in den 90er Jahren das politische System sprengte und dem nachhaltigen Aufstieg des Medienzaren Silvio Berlusconi den Weg ebnete. Mailand wird seither nicht mehr wie ehemals die „moralische Hauptstadt“ Italiens genannt. Aber den Rang der weltläufigsten Metropole Italiens kann es behaupten.

„WELTjournal +: Mein Malta“ – mit der früheren Italien-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder (19. August, 23.00 Uhr, ORF 2)

Der kleine EU-Staat Malta im Mittelmeer an der Schnittstelle zwischen Europa und Afrika ist einer der am dichtest besiedelten Staaten der Welt. Die engen Straßen, die imposanten Mauern, der tiefe Festungsgraben und die umliegenden Forts aus Kreuzritterzeiten prägen bis heute das Stadtbild. In den vergangenen Jahren geriet Malta jedoch wegen massiver Korruptionsvorwürfe und wegen des Mordes an der Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia in die Schlagzeilen. Die frühere ORF-Korrespondentin Mathilde Schwabeneder, für Italien, den Vatikan und Malta zuständig, berichtet während des maltesischen EU-Vorsitzes 2017 viel aus Malta. In ihrem Porträt des kleinen Inselstaates zeigt sie die jahrtausendealte Kultur ebenso wie das Leben der Reichen und Schönen auf Malta, die sich im Polo-Club treffen, bei dem auch schon Prinz Charles spielte. Sie besucht den neunten Marquis de Piro, einen Malteserritter, der sie durch das Palais Casa Rocca Piccola führt, seinen Familiensitz aus dem 16. Jahrhundert. Sie trifft junge Studierende an einem der zahlreichen Englisch-Institute der Mittelmeerinsel, die immer noch Mitglied des Commonwealth ist und deswegen Linksverkehr hat. Und sie berichtet über den Streit um Flüchtlinge und Migranten, die mit Malta die EU erreichen.

„WELTjournal: Mein Jerusalem“ – mit Israel-Korrespondent Tim Cupal (26. August, 22.30 Uhr, ORF 2)

Jerusalem ist wohl eine der geschichtsträchtigsten, faszinierendsten und umstrittensten Städte überhaupt – von Israelis und Palästinensern wird sie gleichermaßen als Hauptstadt beansprucht. „Stadt des Friedens“ heißt sie auf Hebräisch, „al Kuds – die Heilige“ auf Arabisch. Heilig ist die Stadt den drei großen Weltreligionen, ein Sehnsuchtsort für Juden, Muslime und Christen, die hier miteinander, nebeneinander und auch gegeneinander leben. Tim Cupal, seit einem Jahr ORF-Korrespondent in Israel, macht sich auf die Suche nach „seinem Jerusalem“, indem er Bewohner/innen begleitet und sich von ihrer schwierigen, geteilten und vielfältigen Stadt erzählen lässt:
Einen Muezzin, dessen Moschee vom Abriss bedroht ist, orthodoxe Juden, die der Zerstörung der Jerusalemer Tempel gedenken, Musiker aus dem arabischen und dem israelischen Teil der Stadt. Eine Suche, die auch in Jerusalem ganz im Zeichen von Corona steht: Eine Stadt, ohne Touristen, mit menschenleeren Straßen, mit hoher Arbeitslosigkeit, sozialen Problemen und Spannungen und immer wieder aufflammenden heftigen Protesten gegen die Corona-Krisenpolitik der Regierung.

„WELTjournal +: Mein Tel Aviv“ – mit dem langjährigen Israel-Korrespondenten Ben Segenreich (26. August, 23.00 Uhr, ORF 2)

In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gefeiert, heißt es in einem israelischen Sprichwort – und tatsächlich: in Tel Aviv geht es zu jeder Tages- und Nachtzeit turbulent zu. Die Küstenstadt am Mittelmeer hat ein reges Strandleben und eine erstaunliche Club-, Party- und Schwulenszene, gleichzeitig ist sie auch innovativer Wirtschaftsmotor, Zentrum einer der lebhaftesten Start-up-Szenen in Sachen Hightech-Industrie und Digitalwirtschaft. Das alles zeigt Israel-Korrespondent Ben Segenreich in seinem Porträt von Tel Aviv, der Stadt, in der er seit mehr als 30 Jahren lebt. Er spricht in einem Senioren-Zentrum mit österreichischen Einwanderern, die vor den Nazis flüchten mussten, und führt durch Wohnviertel im deutschen Bauhaus-Stil der 1930er Jahre. Er trifft Zubin Mehta, Direktor des Israelischen Philharmonischen Orchesters, und begleitet Rifat Turk, Ex-Vizebürgermeister von Tel Aviv, Fußball-Legende und der erste Araber in der israelischen Fußball-Nationalmannschaft.

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