VGT präsentiert Video: 2 Menschen 24 Stunden auf Schweine-Vollspaltenboden

Dieses Video zeigt deutlich, dass der Vollspaltenboden eine einzige Folter ist und sofort abgeschafft und durch einen mit Stroh eingestreuten Liegebereich ersetzt werden muss.
DDr. Martin Balluch

Wien (OTS) - Der Boden im Liegebereich der Schweine muss „physisch angenehm“ sein, schreibt die EU-Mindestrichtlinie vor. Die Landwirtschaftsministerin nennt die Schweinehaltung in Österreich vorbildlich. Doch der Großteil der Mastschweine hierzulande muss auf einem sogenannten Vollspaltenboden, d.i. ein Betonboden, der mit scharfkantigen Spalten durchzogen ist, leben, und 90 % der Schweine sehen nie auch nur einen Strohhalm. Um zu testen ob dieser Boden ohne Stroheinstreu wirklich vorbildlich und physisch angenehm ist, legten sich eine Frau und ein Mann mitten am Wiener Stephansplatz für genau 24 Stunden darauf. Das nun präsentierte Video zeigt die gesamte Aktion.

Dabei hatten die beiden Tierschützer_innen noch Vorteile im Vergleich zu den Schweinen auf Vollspaltenboden: sie mussten nicht über ihrem Kot und Urin liegen und sich nicht mit anderen Menschen eng zusammendrängen. Zusätzlich hatten sie frische Luft und Sonnenlicht, während die Schweine in Österreich mit großer Mehrheit nie die Sonne sehen und nur auf strukturlose Wände starren können. Weiters ist in der Realität der Vollspaltenboden voll mit Kakerlaken, Güllemaden, Spulwürmern und anderen Parasiten. Dennoch berichten die beiden Aktivist_innen im Video von einer schlaflosen Nacht, von schmerzenden Gelenken und aufgeschürfter Haut.

VGT-Obmann Martin Balluch kommentiert: „Den strohlosen Vollspaltenboden als physisch angenehm zu bezeichnen heißt die armen Schweine zu verhöhnen. Diese Schweine sind genauso schwer wie die beiden Aktivist_innen, und sind etwa gleich groß und haben die gleiche Haut. Was die Menschen durchmachen mussten ist also völlig mit dem subjektiven Erleben der Schweine vergleichbar. Dieses Video zeigt deutlich, dass der Vollspaltenboden eine einzige Folter ist und sofort abgeschafft und durch einen mit Stroh eingestreuten Liegebereich ersetzt werden muss.

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