NEOS Wien: Pädagog_innen sind keine Corona-Manager!

Christoph Wiederkehr: „Pädagog_innen brauchen jetzt klare Pläne und Unterstützung!“

Wien (OTS) - Die Corona-Krise hat nicht nur viele Eltern und Kinder vor große Herausforderungen gestellt, sondern auch die Pädagog_innen in den Schulen und Kindergärten. „Es hätte Corona nicht gebraucht, um die Defizite der Wiener Schulen zu erkennen. Aber durch die Krise sind diese Defizite noch klarer zum Vorschein gekommen“, fasst NEOS Wien Landessprecher Christoph Wiederkehr bei einer Pressekonferenz am Freitag zusammen. „Die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Kindergartenpädagog_innen stehen im Herbst vor enormen Herausforderungen. Sie brauchen jetzt vor allem einen klaren Plan und ein Unterstützungspaket. Denn neuerliche Schul- und Kindergartenschließungen müssen wir mit ganzer Kraft verhindern!“ Wiederkehr verlangt von Bundesregierung und Stadtregierung bis längstens Mitte August einen klaren Plan. Das betont auch Pädagogin Monika Dundler: „Wir brauchen einfach Klarheit – wie wird der Unterricht gestaltet, was ist bei Verdachtsfällen zu tun, wie gehen wir mit der Situation konkret um?“

Unterstützungspaket für Pädagog_innen

Um dafür zu sorgen, dass die Pädagog_innen nicht Corona-Manager sein müssen, sondern sich auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren können, muss ein Unterstützungspaket geschnürt werden.

1. Sinnvolle Test-Strategie: Durch schnellere Auswertung innerhalb von 8 Stunden und effizientere Pool-Tests müssen Kindergarten- und Schulschließungen unter allen Umständen verhindert werden.

2. Gesundheitsprofis als Unterstützung: Idealerweise erhält jede Schule und jeder Kindergarten ab Herbst einen Gesundheitsprofi (Schulärzt_innen, School Nurses) zur Seite gestellt, der als erster Ansprechpartner bei Fragen und Verdachtsfällen fungiert.

3. Sozialarbeiter_in für jede Wiener Schule: Die Pädagog_innen können die psychischen Auswirkungen des Lockdowns auf die Kinder nicht alleine auffangen.

4. Digitales Hilfspaket für Pädagog_innen: Berufliche E-Mail-Adressen, Hard- und Software müssen ebenso zur Verfügung gestellt werden wie Angebote zur digitalen Fortbildung.

5. Mehr Geld für Wiens Kindergärten und Schulen: Statt einzusparen und an Wiener Brennpunktschulen ab Herbst mit weniger Lehrkräften zu planen, muss jetzt mehr Geld für Wiens Bildungssystem bereitgestellt werden.

Herausforderung für Kindergärten

Klarheit und Sicherheit erwarten sich auch die Wiener Kindergarten-Betreiber, betont Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung: „Für den Herbst braucht es klare und österreichweit einheitliche Vorgaben für die Bildungsinstitution Kindergarten. Nur wenn wir seitens der Behörden Klarheit und Sicherheit haben, können wir diese auch in den Kindergärten – an das Personal und damit auch an Kinder und Eltern – weitergeben. Voraussetzung dafür sind unter anderem schnelle Testergebnisse im Rahmen des Staff-Testings sowie eine Grippeimpfung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“

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