Bogner-Strauß zum Equal Pension Day: Automatisches Pensionssplitting rasch umsetzen!

42 Prozent weniger Pension für Frauen, Hauptursache sind Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Betreuungspflichten – automatisches Pensionssplitting bringt mehr Fairness

Wien (OTS) - „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Pensionsschere um weniger als ein halbes Prozent geschlossen, das ist zu wenig! Daher brauchen wir so rasch wie möglich ein automatisches Pensionssplitting“, so ÖVP Frauen-Chefin Juliane Bogner-Strauß anlässlich des Equal Pension Day, der in diesem Jahr auf den 30. Juli fällt. Im Vergleich zu Männern erhalten Frauen 42 Prozent weniger Pension, das entspricht 153 Tagen. „Als ÖVP Frauen haben wir erreicht, dass das automatische Pensionssplitting im Regierungsprogramm verankert wurde. Jetzt müssen wir alles daran setzen, dass es möglichst rasch umgesetzt wird.“

„Der Vorteil beim automatischen Pensionssplitting ist, dass nach der Geburt eines Kindes die Pensionsversicherungsbeiträge automatisch und antragslos auf beide Elternteile aufgeteilt werden“, so Bogner-Strauß weiter. Beim bereits bestehenden freiwilligen Pensionssplitting müssen beide Elternteile einen gemeinsamen Antrag stellen - das ist seit der Einführung vor fünfzehn Jahren weniger als 1900 Mal geschehen. „Es werden zwar jedes Jahr mehr Anträge gestellt, aber im Vergleich zur Anzahl der Geburten noch immer viel zu wenige, um tatsächlich eine Verbesserung beim Gender Pension Gap zu erreichen. Dabei ist es nur fair, wenn jenem Elternteil, der hauptsächlich die Kinder betreut - und das sind überwiegend die Mütter - diese Zeit auch entsprechend angerechnet wird.“

Zusätzlich zum automatischen Pensionssplitting ist die Aufklärung über die Folgen von Teilzeitarbeit sowie mehr Bewusstsein für eine partnerschaftliche Aufteilung bei der Kinderziehung sehr wichtig. „Fast jede zweite Frau mit Kindern arbeitet Teilzeit, das hat nicht nur Auswirkungen auf ihr Erwerbseinkommen sondern vor allem auch auf ihre Pension“, so die ÖVP Frauen-Chefin. Aus der Einkommensschere mit 20 Prozent wird die Pensionsschere mit über 40 Prozent. „Frauen darf kein finanzieller Nachteil daraus entstehen, wenn sie sich dazu entscheiden, Kinder zu haben - nicht während ihrer Erwerbstätigkeit und auch nicht in der Pension“, so Bogner-Strauß abschließend.

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