NEOS zu Novartis: Von eigenständiger Pharma-Produktion noch Lichtjahre entfernt

Gerald Loacker: „Der Kraftakt, welcher benötigt wird, um einen einzigen Standort in Österreich zu halten, zeigt, wie unsicher die heimische Arzeimittelproduktion wirklich ist.“

Wien (OTS) - Grundsätzlich positiv reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf den Verbleib des Schweizer Pharmakonzerns Novartis in Tirol, auf welchen NEOS seit Wochen gepocht hat. Allerdings: „Der Kraftakt, welcher benötigt wird, um einen einzigen Standort in Österreich zu halten, zeigt, wie unsicher die heimische Arzeimittelproduktion wirklich ist. Wenn erst Millionen an Fördergeldern fließen müssen, um das zu ermöglichen, dann sollte sich Ministerin Schramböck nicht zu sehr auf die eigene Schulter klopfen. Von einer Stärkung und einem Ausbau der Produktion sind wir nämlich noch Lichtjahre entfernt.“

Attraktive Rahmenbedingungen schaffen

Die Regierung, so Loacker, müsse nun dringend ein durchdachtes und nachhaltiges Pharmastandortkonzept für eine bessere Arzneimittelversorgungssicherheit auf Schiene bringen, welches die zentralen Forderungen des Arzneimittelsektors aufgreife: „Abbau der Bürokratie, Senkung der Lohnnebenkosten und der Körperschaftssteuer sowie eine bessere Innovationsförderung. Doch stattdessen fahren ÖVP, SPÖ, Grüne und Sozialversicherung seit zehn Jahren einen Anti-Pharmakurs und schauen nur darauf, dass die Preise möglichst niedrig sind. Liefergarantien beziehungsweise Lieferziele interessieren sie nicht. Das Ergebnis ist, dass immer mehr Pharma-Hersteller Europa verlassen“, sagt Loacker. „Es muss gelingen, attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen – Zauberwort ist dabei eine aktive Standortpolitik, ohne die es nicht funktionieren wird.“

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