EANS-Adhoc: Kapsch TrafficCom AG / Umsatzrückgang und negatives EBIT im Q1 2020/21. Keine Dividende für das Geschäftsjahr 2019/20.

Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR durch euro adhoc mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.

Ausschüttungen/Dividendenbeschlüsse/Geschäftszahlen/Bilanz 24.07.2020

Wien - Kapsch TrafficCom erwartet aufgrund vorläufiger Zahlen im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020/21 einen Umsatz von rund EUR 138 Mio. (Vorjahr: EUR 186 Mio.) und ein Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) von rund EUR -11 Mio. (Vorjahr: EUR 5 Mio.).

Wie bereits im Zuge der Bekanntgabe der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019/20 kommuniziert, erwartet das Management, dass die Herausforderungen (und die damit verbundenen Aufwände) rund um die Personalknappheit in Nordamerika voraussichtlich bis Ende 2020 andauern werden. Außerdem geht das Management davon aus, dass Mehraufwände bei der Implementierung neuer Software wahrscheinlich bis ins erste Halbjahr 2020/21 anfallen werden. Die vorliegenden Ergebnisse für das Q1 2020/21 zeigen, dass diese negativen Einflussfaktoren deutlich stärker als erwartet ausfallen.

Der erhebliche Umsatz- und Ergebnisrückgang im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ist auch durch das Auslaufen von Großprojekten - Betrieb des landesweiten Mautsystems in Tschechien und Errichtung eines landesweiten Mautsystems in Bulgarien - sowie die mittlerweile beendeten Mautprojekte in Deutschland begründet.

Kapsch TrafficCom hat bereits vor Wochen ein Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm initiiert, das sowohl kurzfristig wirksame als auch nachhaltige Maßnahmen umfasst. Ein Ziel ist es, negative Einflussfaktoren auf die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahrs bestmöglich abzufedern.

Die finalen Ergebnisse für Q1 2020/21 werden wie geplant am 12. August 2020 veröffentlicht. Bis dahin wird - basierend auf aktualisierten Schätzungen - die Werthaltigkeit verschiedener langfristiger Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte inklusive Firmenwerte sowie Sachanlagen) einer kritischen Prüfung unterzogen.

Aufgrund der internationalen COVID-19-Maßnahmen ist die Visibilität in Bezug auf mögliches Neugeschäft weiterhin sehr niedrig. Deshalb und wegen der schwachen Ergebnisse des ersten Quartals entschied sich der Vorstand, vom ursprünglichen Dividendenvorschlag (EUR 0,25 je Aktie) abzugehen und der ordentlichen Hauptversammlung am 9. September 2020 keine Ausschüttung vorzuschlagen.

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