Fuhrpark Barometer 2020 des Arval Mobility Observatory

Interesse an E-Fahrzeugen und alternativen Mobilitätslösungen steigt, Leasing als Finanzierungsmethode gewinnt an Bedeutung.

Für Österreich zeigt das Fuhrparkbarometer vier klare Trends. „Ich bin überzeugt, dass die Nachfrage nach zuverlässigen und bequemeren Mobilitätslösungen steigen wird“, so Brigitte Becksteiner-Bichler, Commercial Director Arval Austria. „Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Leasing als Finanzierungsmethode, denn diese Lösung erfordert keine Anzahlungen oder größere Investitionen. Auch bei E-Fahrzeugen geht der Trend in Richtung Leasing und wird durch die Corona-Krise noch beschleunigt.“  
Brigitte Becksteiner-Bichler (Commercial Director Arval Austria)

Wien (OTS) - Das Arval Mobility Observatory ist die Wissens- und Forschungsplattform von Arval. Ziel ist die Analyse und Prognose von mittel- und langfristigen Trends im Bereich der Mobilität. Das diesjährige Fuhrpark Barometer – das insgesamt sechzehnte – wurde zwischen Januar und März 2020 erhoben. Insgesamt 5.600 Flottenmanager aus 20 Ländern, davon 249 aus Österreich, hat man befragt. Das Fuhrpark Barometer untersucht mittel- und langfristige Mobilitätstrends. Daher wird die Coronakrise, die kurz nach der Erhebung der Daten eingetreten ist, wenn überhaupt, nur temporäre Auswirkungen auf die Kernergebnisse der Studie haben.

Für Österreich zeigt das Fuhrparkbarometer vier klare Trends. „Ich bin überzeugt, dass die Nachfrage nach zuverlässigen und bequemeren Mobilitätslösungen steigen wird“, so Brigitte Becksteiner-Bichler, Commercial Director Arval Austria. „Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Leasing als Finanzierungsmethode, denn diese Lösung erfordert keine Anzahlungen oder größere Investitionen. Auch bei E-Fahrzeugen geht der Trend in Richtung Leasing und wird durch die Corona-Krise noch beschleunigt.“

„Die im ersten Quartal 2020 durchgeführte Studie bestätigt den Trend der letzten zwei Jahre: die Flotten werden insgesamt „grüner“ und die Mobilitätslösungen vielfältiger“, sagt Yaël Bennathan, Leiterin des Arval Mobility Observatory. „Der Anteil an Unternehmen, die bereits elektrische Fahrzeuge nutzen, ist noch niedrig, wird aber in den nächsten drei Jahren massiv wachsen – auch dank der Fördermaßnahmen, die in den letzten Monaten von vielen Regierungen beschlossen wurden.“

#1: Dieselanteil wird in den nächsten drei Jahren deutlich sinken

Österreichs Flotten haben traditionell einen hohen Anteil an Dieselfahrzeugen. Derzeit liegt er bei über 80 Prozent. In den nächsten drei Jahren wollen Unternehmen den Dieselanteil auf 52 Prozent senken. Allerdings zeigt das Fuhrpark Barometer deutliche Unterschiede hinsichtlich Unternehmensgröße: kleine Unternehmen scheinen stärker vom Diesel abhängig zu sein. In drei Jahren wird der Anteil noch bei 61 Prozent liegen.

Ein Drittel der Unternehmen setzt bereits jetzt auf zumindest eine alternative Antriebsform im Fuhrpark. In den nächsten drei Jahren soll das bei 61 Prozent der Unternehmen der Fall sein. Am beliebtesten sind derzeit vollelektrische PKW (22%) vor Hybrid- und Plug-in-Hybrid- Fahrzeugen. Bei Unternehmen, die bereits vollelektrische PKW oder Plug-in-Hybride in ihrer Flotte haben oder dieses in den nächsten drei Jahren planen, hat die Hälfte der Unternehmen bereits Ladepunkte installiert oder plant dieses, und 45 Prozent unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Schaffung von Lademöglichkeiten.

Die Unternehmen reagieren offensichtlich sensibel auf staatliche Anreize und Beschränkungen und passen ihren Energiemix entsprechend an: Steuerliche Anreize, das Recht, in Zonen zu fahren, in denen umweltschädliche Fahrzeuge verboten sind, sind ebenso wichtig wie der Nutzen für das Firmenimage.

#2: Alternativen zum Auto werden wichtiger

Österreich ist anderen europäischen Ländern bei alternativen Mobilitätslösungen weit voraus: 72 Prozent der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern mindestens eine alternative Mobilitätslösung an (Europa Durchschnitt bei 61%). Bei den Österreichern sind öffentliche Verkehrsmitteln sehr beliebt, weiters Ride-Sharing (Fahrgemeinschaften) und flexibles Mid-Term Rental - also ein Auto für wenige Wochen oder für mehrere Monate zu mieten, zeitlich sehr flexibel, mit allen gewohnten Vorteilen, die man aus dem Leasing kennt.

Auch wenn alternative Mobilitätslösungen in Österreich bereits besonders gut entwickelt sind, wird laut Fuhrpark Barometer das Angebot in den nächsten drei Jahren weiter steigen: 81 Prozent der Unternehmen haben bereits zumindest eine alternative Mobilitätslösung implementiert oder planen dies innerhalb der nächsten drei Jahre zu tun.

#3 Der Trend geht in Richtung Leasing

Der Autokauf ist für Österreichs Fuhrparkmanager nach wie vor die beliebteste Finanzierungsmethode (40%). Finanzierungsleasing wird am zweithäufigsten genutzt (30%), während Operating-Leasing nur 24 Prozent der Flotten finanziert. Vor allem große Unternehmen bevorzugen Operating-Leasing: 35 Prozent der großen und 44 Prozent der sehr großen Unternehmen haben diese als Hauptfinanzierungsmethode ihrer Flotten genannt.

Wie die Studie zeigt, hängt die Finanzierungsmethode vor allem von der Unternehmensgröße ab. Über alle Unternehmensgrößen hinweg betrachtet besteht jedoch ein enormes Wachstumspotenzial, um vom klassischen „Besitz“ auf eine reine Nutzung umzuschwenken: 41 Prozent aller Unternehmen planen Operating-Leasing in den nächsten drei Jahren zu nutzen bzw. noch mehr zu nutzen.

#4 Bei Telematik sind Österreichs Unternehmen zögerlich

Österreich liegt beim Einsatz von Telematik deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt - nur 25 Prozent der österreichischen Unternehmen setzen diese Technologie bereits für ihre Flotte ein (europäischer Durchschnitt bei 33%). KMU sind zurückhaltender, während größere Unternehmen immerhin zu einem Drittel Telematiklösungen in der Flotte verwenden. Ausschlaggebend für die Nutzung ist vor allem die größere Effizienz der Abläufe, etwa für Abrechnung und Wartung.

Dennoch gibt es Gründe für den zögerlichen Einsatz von Telematik in Unternehmen, die es bisher noch nicht nutzen. Zum einen sind Flottenbetreiber nicht überzeugt, was den Nutzen betrifft. So ist nicht ausreichend klar, wie die dokumentierten Fahrzeugdaten zu mehr Kostersparnis führen bzw. für ihre Geschäftstätigkeiten nützlich sein können. Zum anderen sind es Bedenken wegen des Datenschutzes.

Methodik

Für die Studie wurden in Österreich zwischen dem 20. Januar und dem 19. März 2020 insgesamt 249 Flottenmanager bzw. Flottenverantwortliche interviewt und von Kantar, einem unabhängigen Marktforschungsinstitut, durchgeführt. Dabei kamen verschiedene Modelle zur Datenerhebung zum Einsatz: ein vollständiges Interview per Telefon bzw. ein telefonischer Erstkontakt mit der Möglichkeit, die Umfrage online abzuschließen. Teilnehmer sind Unternehmen mit mindestens einem Firmenfahrzeug. Die Teilnehmer aus Österreich setzen sich wie folgt zusammen: 33% Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, 20% Unternehmen mit 10-99 Mitarbeitern, 27% Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeitern, 20% Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitern.

Weltweit wurden 5.600 Flottenmanager (davon 4.794 aus Europa) zwischen Januar und Mitte März 2020 von Kantar interviewt. Die Studie wurde in 20 Ländern durchgeführt: Österreich (erstmalig), Deutschland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Vereinigtes Königreich, Tschechien, Schweiz, Finnland, Dänemark, Norwegen, Schweden. Ebenfalls mit dabei waren die wichtigen Flotten-Märkte Russland, Türkei und Brasilien. Die befragten Unternehmen besitzen mindestens ein Firmenfahrzeug.

Das Arval Mobility Observatory

Das Arval Mobility Observatory ist allgemein als maßgebende Wissens- und Forschungsplattform im Flotten- und Mobilitätssektor anerkannt. Ziel ist es, objektive Informationen aufzubereiten und verschiedenen Zielgruppen zur Verfügung zu stellen und ihnen dabei zu helfen, sich in der sich stetig verändernden Welt der Mobilität mit einer Vielfalt an Mobilitätslösungen zurechtzufinden. www.mobility-observatory.arval.at

Über Arval

Arval ist auf Full-Service-Fahrzeugleasing und neue Mobilitätslösungen spezialisiert und hat per Ende Dezember 2019 weltweit 1,3 Millionen Fahrzeuge verleast. Jeden Tag bieten mehr als 7.000 Arval-Mitarbeitende in 30 Ländern flexible Lösungen an, um Reisen für ihre Kunden, die von großen internationalen Unternehmen bis hin zu kleineren Firmen und Einzelkunden reichen, nahtlos und nachhaltig zu gestalten. Arval ist Gründungsmitglied der Element-Arval Global Alliance, einem weltweit führenden Unternehmen in der Flottenmanagement-Branche mit drei Millionen Fahrzeugen in 50 Ländern. Arval wurde 1989 gegründet und befindet sich vollständig im Besitz von BNP Paribas. Innerhalb der Gruppe ist Arval in der Abteilung Retail Banking & Services angesiedelt. www.arval.at

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