„Unterwegs auf alten Bahntrassen – Raderlebnis in Niederösterreich“

"Erlebnis Österreich" am Sonntag, 26. Juli 2020, um 16.25 Uhr in ORF 2

St. Pölten (OTS) - Ob im Ybbstal, im Thaya- oder Traisental, im Most-oder Weinviertel: Immer öfter laden in Niederösterreich spezielle Radwege ein Landschaft, Natur und Kultur zu entdecken: Sie wurden auf ehemaligen Bahntrassen errichtet und nehmen einen immer größeren Platz im 4.200 km umfassenden Radwegenetz des Bundeslandes ein.

Ein „Erlebnis Österreich“ aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner, Kamera: Helmut Muttenthaler, Ossi Denkmayr) zeigt in einer Wiederholung aus Oktober 2018, wie attraktiv diese Routen sind – und erzählt gleichzeitig über die Geschichte der stillgelegten Bahnen.

*Der Ybbstal-Radweg auf der Trasse einer ehemaligen Schmalspurbahn zwischen Waidhofen an der Ybbs und Lunz am See bietet spektakuläre Naturerlebnisse – etwa beim „Ofenloch“, einer imposanten Schlucht mit malerischen Rundbogenbrücken nahe Opponitz. Badeplätze am Fluss locken mit einem erfrischenden Bad und die Endstation am Lunzer See lädt zu einer Bootsfahrt ein.

Die Bahnhöfe wurden zu Labstationen, frühere Haltepunkte zu Unterständen umgebaut. Hier finden die Radfahrer auch die Fahrpläne für den regelmäßig verkehrenden Radtramper-Bus entlang der Strecke.

*Auch auf einem Teilabschnitt des Traisental-Radwegs rund um St. Aegyd zeigt sich die Natur in all ihren Facetten. Dazu bieten sich Zwischenstopps an, etwa am Reiterbauernhof Maho sowie im Kamel-Theater und im „Weißen Zoo“ in Kernhof. Dort warten u.a. weiße Tiger, Leoparden, Nasenbären und dressierte Kamele auf Besucher.

*Der nahegelegene Türnitzer Bahnradweg gilt als Geheimtipp: Er führt durch drei Eisenbahntunnel. Am Ende der Strecke wartet ein Naturerlebnisbad mit Wasserspielplatz und nicht weit entfernt gibt es eine bei Familien beliebte Allwetter-Rodelbahn.

*In Stammersdorf am Rande der Großstadt Wien befand sich früher ein kleiner Kopfbahnhof. Heute erinnert im Bahnhofspark u.a. eine Lok der Reihe 2060 an die vor 30 Jahren eingestellte Eisenbahnlinie. Sie wurde seit 2003 zum Radweg „Dampfross & Drahtesel“ zwischen Stammersdorf und Deutsch-Wagram ausgebaut.

Entlang der Strecke wird die Geschichte der Bahn dokumentiert:
Eisenbahnrelikte und Kunst-Objekte dienen als Wegweiser. In der Pillichsdorfer Kellergasse können sich die Radlerinnen und Radler stärken, bevor es weiter zum Heizhaus-Eisenbahnmuseum in Strasshof geht.

*Gleich 111 km lang ist die so genannte Thaya-Runde im nördlichen Waldviertel. Sie führt großteils auf den ehemaligen Bahntrassen der Thayatal- und der Göpfritz-Raabs-Bahn vorbei an Relikten der historischen Bahnstrecke, aber auch an Burgruinen wie Kollmitz und Schlössern wie Peigarten und Groß-Siegharts.

Dort gibt es auch ein bedeutendes Textil-Museum, in Waidhofen/Thaya wiederum die größte Waldrap-Voliere der Welt. In Waldkirchen schließlich sind historische Wagons abgestellt, die heute als Schlafstätte für müde Radfahrerinnen und Radfahrer dienen.

*Zu Erlebnis-Bahnfahrten auf einer noch bestehenden historischen Strecke schließlich lädt der „Reblaus-Express“ zwischen Retz und Drosendorf. Er verbindet auf einer Länge von 40 km das Wein- mit dem Waldviertel. Entlang der Route locken Rad- und Wanderrouten sowie touristische Geheimtipps, darunter spezielle Heurigenwagen und – je nach Jahreszeit – die Besuche traditioneller regionaler Feste. Das Abfischfest in Hessendorf und das Erdäpfelfest in Geras zählen ebenso dazu, wie die Sonnwendfeier in Langau.

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