Umstrukturierungen an der Universität – sinnlose Labelpolitik auf Kosten guter Lehre

Die Studierenden als größte Gruppe an der Uni wurden über die Strukturpläne des Rektorats nicht einmal informiert. Nun äußert sich die ÖH Salzburg in einem Positionspapier zu den Plänen.

Salzburg (OTS) - „Besonders das Gesamtbild dieser strukturellen Veränderungen ist problematisch: Es zeigt sich, wie besonders geldbringende Bereiche gefördert werden, während man unliebsamen und weniger finanzstarken Bereichen den Hahn zudreht“, kritisiert Keya Baier, Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg. „Eine Universität darf nicht als Unternehmen verstanden werden. Wir stellen uns gegen jede Ökonomisierung von Bildung“, so Baier weiter.

Ganz klar zeigt sich das an der KGW-Fakultät: Dort sollen die philologischen Fächer zu einem großen Fachbereich fusionieren. Außerdem soll der Fachbereich Altertumswissenschaften in den Fachbereich Geschichte eingegliedert werden. „Hier sollen also Ressourcen ohne Ende eingespart werden – während auf der anderen Seite naturwissenschaftliche, also finanzstarke Bereiche extra gefördert werden“, fasst Hande Armagan, 1. Stv. Vorsitzende, zusammen. „Die Bereiche so gegeneinander auszuspielen ist untragbar“, sagt Armagan weiter.

„Eine Universität wie die Uni Salzburg muss zu ihrem diversen und besonders breiten Studienangebot stehen. Das hat Rektor Lehnert zu Amtsbeginn sogar selbst noch gesagt – wir wollen ihn daran erinnern und dazu auffordern, Wort zu halten“, mahnt Manuel Gruber, Referent für Bildungspolitik. Das Studienangebot soll erst in einem zweiten Schritt evaluiert und angepasst werden – die jetzigen Strukturpläne zeigen dafür aber schon beängstigende Vorzeichen.

„Sehr auffällig ist auch, wie stark das Rektorat auf Labelpolitik setzt – viele der Pläne sind besonders für die Kommunikation nach außen gedacht und haben intern nur wenige Auswirkungen. Reine Labelpolitik kann aber nicht das Ziel eines sinnvollen Reformprozesses sein“, stellt Raphaela Maier, 2. Stv. Vorsitzende, fest. „ Allerdings muss auch positiv vermerkt werden, dass Teile der Pläne, so wie eine Schärfung des Profils der Naturwissenschaften, durchaus sinnvoll sind“, so Maier abschließend.

Das Positionspapier ist unter diesem Link abrufbar: https://www.ots.at/redirect/oehsalzburg1

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Keya Baier
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