SPÖ-Becher: „Lebenshaltungskosten senken - Immo-Geldfluss kappen!“

Überzogene Mieten bei Neuvermietung gesetzlich reduzieren

Wien (OTS/SK) - Die Lebenshaltungskosten liegen in Österreich 9,6 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Das Marktversagen der heimischen Wirtschaft zeigt sich laut SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher besonders gut beim „Spekulationsaufschlag“ für das Wohnen. Als Lösung fordert Becher am Montag ein gesetzliches Kappen überzogener Mieten bei Neuvermietungen: „Das bringt wieder vernünftige Renditeerwartungen und damit nachhaltige Investitionen in Wohnqualität.“ ****

Das Leben in Österreich ist 2019 neuerlich teurer geworden. Die Kosten für die Lebenshaltungskosten sind gegenüber 2018 um 3,4 Prozent gestiegen. Das Preisniveau der Konsumausgaben lag damit im Jahr 2019 um 13 Prozent über dem Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Schon 2018 waren die Lebenshaltungskosten, zu denen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, um 9,6 Prozent über dem Durchschnitt gelegen. Becher: „Diese Entwicklung frisst Einkommenserhöhungen und staatliche Transferleistungen auf. Das Leben in Österreich ist teuer, die preistreibende Spekulation gebilligt.“ Als Beispiel für spekulationsgetriebene Preissteigerungen nennt Becher den Wohnbereich. Im vierten Quartal 2019 wurde laut Österreichischer Nationalbank ein Anstieg von +4,3 Prozent (nach 2,7 Prozent im dritten Quartal jeweils im Vergleich zum Vorjahr) registriert.

Die ausländischen Direkt-Investitionen (also die „harten“ Investitionen in z.B das Grundkapital von Firmen) in das Grundstücks- und Wohnungswesen sind zwischen 2017 und 2019 förmlich explodiert: Diese stiegen von 6,35 Mrd. Euro (2017) über 7,21 Mrd. Euro (2018) auf 10,84 Mrd. Euro (2019). Die Direktinvestitionen österreichischer Unternehmen im Ausland sind im selben Zeitraum von 6,2 Mrd. auf 6,1 Mrd. Euro gesunken. Becher: „Ausländisches Kapital verknappt auf der Suche nach Rendite Bauland und Baukapazitäten für leistbares Wohnen. Das ist eine Umverteilung von der arbeitenden, wohnungsuchenden Bevölkerung hin zu globalen Immo-Fonds. Die türkis-grüne Bundesregierung schaut nur tatenlos zu.“ Als Lösung fordert Becher ein gesetzliches Kappen überzogener Mieten bei Neuvermietungen: „Das bringt wieder vernünftige Renditeerwartungen und damit nachhaltige Investitionen in Wohnqualität.“ (Schluss) bj/pp

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