Das Land braucht neue Unternehmerinnen und Unternehmer!

EU-Projekt „New Entrepreneur“ fördert die Selbstständigkeit

Wien (OTS) -

„Ich bin endlich wieder motiviert an meinem Lebenstraum, ein eigenes Unternehmen zu gründen, weiterzuarbeiten!“ erzählt die Teilnehmerin Salwa S. aus Ägypten lächelnd am Ende des Start-up and Take-over-Workshops, der im Haus der Bäckerinnung in Wien-Josefstadt soeben zu Ende gegangen ist. Schon lange vor ihrer Ankunft in Österreich hatte sie den Wunsch, sich mit einem Café selbstständig zu machen. In Wien will sie ein Lokal - ein Crossover aus österreichischer und ägyptischer Küche – eröffnen. „Ich bin eine ausgezeichnete Köchin und kann gut mit Zahlen umgehen“ sagt sie stolz. Ihre Kollegin Abeer M. will sich als Beraterin für Frauen selbstständig machen, gemeinsam feilen die beiden an einem Konzept, um ihre Ideen sinnvoll zu verbinden.

Anfang Juli fand dieser letzte Teil des EU-Projektes „New Skills for new Entrepreneurs. Attraction and Qualification of Refugees as Successors” kurz „New Entrepreneur“ statt, dessen österreichischer Partner das Institut für angewandte Gewerbeforschung in Wien ist. Lead-Partner ist das Hanse-Parlament in Deutschland. Herzstück des EU-Projektes war ein Unternehmenstraining mit zahlreichen Angeboten für Menschen mit Fluchthintergrund. Menschen aus Syrien, dem Irak, Ägypten und Afghanistan nutzten das Angebot, ihr Unternehmen in Österreich zu starten.

Auftakt des EU-Projektes war ein Assessment, zudem wurden Sprachkurse und ein kontinuierliches Coaching angeboten. Die Unternehmerschulung startete im September 2018 mit einem Seminar zum Thema Motivation und Kreativität, bei dem die jungen Unternehmer*innen ihre beruflichen Ziele formulieren konnten. Im Laufe des Jahres konnten die Teilnehmer*innen den Unternehmer-Führerschein ablegen, der in Österreich mit der Unternehmer-Prüfung gleichzusetzen ist.

Den Abschluss des Projektes bildete der Start-up and Take-over-Workshop, in dem noch einmal konkret zu den Themen Marketing, Netzwerke und Finanzierung gearbeitet wurde, sowie zum Businessplan.

Hakam A., der selbst aus Syrien flüchten musste und in Österreich Unterstützung bekam, hat die Idee, eine Online-Plattform für unterschiedlichste Service-Leistungen zu gründen. „Mit dieser Plattform werde ich nun anderen Menschen helfen können“ ist sich Hakam sicher.

Insgesamt haben 25 Menschen an dem EU-Projekt teilgenommen. Für manche war der Start in die berufliche Selbstständigkeit - neben Arbeit und Familie in einem neuen Land - schwierig. Doch andere, wie Salwa, Abeer und Hakam sind mit Unterstützung des EU-Projekts ihrem Ziel als Unternehmer durchzustarten einen großen Schritt nähergekommen.

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