Korrektur zur OTS0065 vom 15.7.2020Film/Fernseh-Abkommen: ORF unterstützt acht neue Kinofilmprojekte mit 2,2 Millionen Euro

Bei David Wagners Drama „Eismayer“ spielt Gerhard Liebmann an der Seite von Julia Koschitz, nicht Karl Markovics

Wien (OTS) - Nicht nur die Dreharbeiten für zahlreiche TV-Produktionen laufen wieder auf Hochtouren – der ORF erweist sich erneut auch als starker Partner der heimischen Kinobranche: Im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens hat der ORF beim 183. Sitzungstermin der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Juli für neue österreichische Produktionen einen maßgeblichen Finanzierungsbeitrag zugesagt. Mit rund 2,2 Millionen Euro werden aus zahlreichen Einreichungen acht Projekte unterstützt, darunter vier Spiel- und vier Dokumentarfilme.

Gerhard Liebmann und Julia Koschitz stehen für David Wagners Drama „Eismayer“ vor der Kamera und erzählen darin die (auf wahren Gegebenheiten beruhende) Geschichte eines Ausbildners beim österreichischen Bundesheer, der einen inneren Kampf mit seiner Homosexualität führt. In Peter Hengls mit u. a. Franziska Weisz und Michael Pink besetztem Psycho-Horrorfilm „Family Dinner“ stellt sich für eine Jugendliche heraus, dass abzunehmen die geringste Sorge am mysteriösen Hof ihrer Tante ist. „The Warning“ ist nach einem bizarren Fund im Gletschereis in Ernst Gossners gleichnamigem Thriller angesagt. Florian Lackner lässt Tim Seyfi, Roland Düringer und Andreas Vitásek „White Christmas“ der etwas anderen Art feiern – und wirklich zu allen Mitteln greifen, um den Fortbestand einer Klagenfurter Videothek zu sichern.

Ruth Riesers Doku „Auslegung der Wirklichkeit“ zeichnet ein Porträt des Künstlers und „Jahrhundertmenschen“ Georg Stefan Troller, während „Girls & Gods“ (Regie: Verena Soltiz, Arash T. Riahi) den Konflikt zwischen Frauenrechten und Religion beleuchtet. „Stillstand“ herrscht in Nikolaus Geyrhalters neuester Produktion, die die Covid-Krise mit ihren noch unabsehbaren Langzeitfolgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in den Mittelpunkt rückt. Philipp Jedickes Dokumentarfilm „Vienna Calling“ porträtiert die junge und erfolgreiche Musik- und Kunstszene aus Wien, rückt Stars wie Bilderbuch, Der Nino aus Wien, Voodoo Jürgens, Stefan Redelsteiner, Stefanie Sargnagel und Wanda ins Scheinwerferlicht und beleuchtet auch die Höhen und Tiefen, die die Corona-Krise mit sich gebracht hat.

Die vom ORF kofinanzierten Projekte der 183. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Detail:

Eismayer
Spielfilm
Drehbuch und Regie: David Wagner
Mit u. a. Gerhard Liebmann und Julia Koschitz Produktion: Golden Girls Filmproduktion & Filmservices GmbH Inhalt: Vizeleutnant Eismayer ist der gefürchtetste Ausbildner beim österreichischen Bundesheer und führt ein Doppelleben als Vorzeige-Macho in der Öffentlichkeit und als Homosexueller im Geheimen. Als ein junger Soldat einrückt, der offen schwul ist, und Eismayer sich in diesen verliebt, beginnt seine Welt zu zerfallen.

Family Dinner
Spielfilm
Drehbuch und Regie: Peter Hengl
Mit u. a. Franziska Weisz und Michael Pink
Produktion: Capra Film Lola Basara-Hengl e.U.
Inhalt: Die übergewichtige Teenagerin Simi verbringt ihre Osterferien am Bauernhof ihrer Tante Claudia und deren Familie. Simi will, dass ihr ihre Tante, ein Profi-Ernährungscoach, beim Abnehmen hilft, muss aber mehr und mehr erkennen, dass es auf dem Hof nicht mit rechten Dingen zugeht. Wem kann Simi auf diesem Hof tatsächlich trauen?

The Warning
Spielfilm
Regie: Ernst Gossner
Drehbuch: Liz Edwards, Ernst Gossner
Produktion: Sigma Filmproduktion GmbH
Inhalt: Wanderer entdecken im schmelzenden Gletscher-Eis die bizarren Überreste eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Leiche umklammert eine Pfeilspitze, die weit älter sein muss. Als der Wanderführer den Fehler begeht, die Pfeilspitze zu stehlen, weckt er die kriegerischen Geister. Erst jene der Natur, dann die der Wanderer selbst.

White Christmas
Spielfilm
Drehbuch und Regie: Florian Lackner
Mit u. a. Tim Seyfi, Roland Düringer und Andreas Vitásek Produktion:
Mona Film Produktion GmbH
Inhalt: Klagenfurt in der Jetztzeit: Ein junger, vom Konkurs bedrohter Videothekar mit türkischen Wurzeln muss im Auftrag eines psychopathischen Geldeintreibers den österreichischen Staatsbesuch des russischen Präsidenten am Heiligen Abend verhindern, um den Fortbestand seiner Videothek zu sichern. Geholfen wird ihm dabei von einer asiatischen Hackerin und einem berüchtigten Skinhead.

Auslegung der Wirklichkeit
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Ruth Rieser
Produktion: Ruth Rieser
Inhalt: Er wirkt als Dokumentarist, Schriftsteller, Fernsehjournalist, Drehbuchautor und Regisseur. „Jahrhundertmensch“ Georg Stefan Troller hat als Künstler eine ganze Generation von Filmschaffenden überall auf der Welt beeinflusst. In seinem 99. Lebensjahr lässt er das Publikum an seinem künstlerischen Werk teilhaben, das eng mit seinem Leben verwoben ist.

Girls & Gods
Dokumentarfilm
Regie: Verena Soltiz, Arash T. Riahi
Buch: Inna Shevchenko
Produktion: Golden Girls Filmproduktion & Filmservices GmbH Inhalt:
„Girls & Gods“ beleuchtet den Konflikt zwischen Frauenrechten und Religion und sucht nach möglichen Lösungsansätzen. Femen-Aktivistin Inna Shevchenko trifft Frauen, die gegen Religion aufbegehren, aber auch religiöse Feministinnen, die ihren Glauben verteidigen und versuchen, ihre Religion mit fortschrittlichen und feministischen Werten zu reformieren. Eine realistische Utopie, ein Versuch, das Patriarchat aufzubrechen.

Stillstand
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Nikolaus Geyrhalter
Produktion: Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH
Inhalt: Die Covid-Krise ist ein Menschheitsereignis mit noch unabsehbaren, langfristigen Auswirkungen auf die Gesellschaft, Weltwirtschaft und Politik. „Stillstand“ dokumentiert dieses Ereignis und die unmittelbaren Folgen am Beispiel einer Millionenstadt und Region im Herzen des ökonomisch und ökologisch noch sehr privilegierten Zentraleuropas: Vom tatsächlichen, dystopisch oder auch beruhigend anmutenden, bis dato undenkbaren wochenlangen Stillstand über die Phasen von Lockerungen, weiteren Wellen, möglichen Lockdowns bis zu den sozialen Auswirkungen, im Laufe eines Jahres betrachtet.

Vienna Calling
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Philipp Jedicke
Produktion: Amour Fou Vienna GmbH
Inhalt: Der Film begibt sich auf eine Reise ins subkulturelle Herz der österreichischen Hauptstadt, deren musikalischer Puls durch Künstler wie Bilderbuch, EsRap, Wanda oder Voodoo Jürgens schlägt. Hedonistisch und nihilistisch zugleich verkörpern sie den Gegenentwurf zum Selbstoptimierungswahn. Sie sind unangepasste, skurrile Charaktere – und füllen Konzerthallen von Wien bis Hamburg.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0009