Grüne/Disoski: Frauenpolitische Versäumnisse der Vergangenheit legen in Krise strukturelle Defizite offen

Berufliche Um- und Neuqualifizierung von Frauen, Investitionen in Care Economy und Neubewertung systemrelevanter Berufe Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Vielfach ist in den letzten Wochen und Monaten festgehalten worden, dass Corona bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen verstärkt und wie durch ein Vergrößerungsglas aufzeigt. „Die Corona-Krise zeigt die frauenpolitischen Versäumnisse der Vergangenheit auf und legt vorhandene strukturelle Defizite offen“, sagt Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bestätigen dies: 85 Prozent der durch Corona verursachten Arbeitslosigkeit betrifft Frauen. „Frauen sind in jenen Branchen überrepräsentiert, die corona-bedingt überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen sind, wie Gastronomie, Hotellerie und Handel, Gesundheits- und Pflegeberufe. Berufe in diesen Branchen sind zumeist auch unterbezahlt. Eine Neubewertung dieser Berufe ist ein Gebot der Stunde. Alle Verantwortlichen, von Gewerkschaften, Unternehmen, Länder bis zu Bund und Gemeinden, sind gefordert, jetzt gemeinsam nachhaltige Lösungen für diese Berufsgruppen zu suchen“, hält Disoski fest.

Zudem brauche es „Maßnahmen zur Förderung von Frauen in technischen Berufen, Maßnahmen zur beruflichen Umorientierung und Weiterqualifizierung von Frauen in Richtung Zukunftsbranchen - vor allem auch im Bereich der männerdominierten green jobs“, führt Disoski aus. Wesentlich sei auch die Umverteilung unbezahlter Arbeit im Privaten. In diesem Zusammenhang hebt Disoski die Zeitverwendungsstudie hervor, an der Österreich teilnehmen wird.

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