Neue Studie: EU-BürgerInnen wünschen sich eine stärkere Rolle der EU bei der Bewältigung von Krisen

56% der ÖsterreicherInnen teilen diese Meinung - Aktuelle europaweite Studie analysiert Erwartungen der BürgerInnen an die EU

Wien (OTS) - Anlässlich des Erscheinens einer neuen Studie zur Erwartungshaltung der BürgerInnen an die EU sagt Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments: „Deutlich mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen wünscht sich eine stärkere Rolle der EU bei der Bewältigung von Krisen wie der Corona-Pandemie. Große Teile der österreichischen Bevölkerung unterstützen zudem den Einsatz von EU-Mitteln für Zukunftsthemen wie Klima- und Umweltschutz, öffentliche Gesundheit, die wirtschaftliche Erholung, einen gesunden Arbeitsmarkt und gegen soziale Ungleichheit. Das Europaparlament als Europäische Bürgerkammer ist daher auf dem richtigen Kurs: Wir dürfen beim EU-Langzeithaushalt 2021-2027 und dem Aufbauplan Next Generation EU den Rotstift nicht bei unserer Zukunft ansetzen. Wir tragen Verantwortung für die Zukunft und die nächsten Generationen.“

- Die EU sollte die gemeinsamen Instrumente zur Bewältigung von Krisen wie Covid-19 verbessern

In dieser Umfrage, die vom Europäischen Parlament in Auftrag gegeben und in der zweiten Junihälfte 2020 durchgeführt wurde, wünschen sich fast sieben von zehn Befragten EU-BürgerInnen (68 %) eine stärkere Rolle der EU bei der Bekämpfung dieser Krise. Die stärkste Unterstützung für mehr EU-Kompetenzen kommt von den Befragten in Portugal und Luxemburg (je 87%), Zypern (85%), Malta (84%), Estland (81%), Irland (79%), Italien und Griechenland (je 78%) sowie Rumänien (77%) und Spanien (75%).

In Österreich sind dies 56% der Befragten, das ist um 1 Prozentpunkt mehr als im April.

- Eine absolute Mehrheit der EuropäerInnen unterstützt ein größeres EU-Budget zur Bekämpfung von COVID-19, ÖsterreicherInnen bei der Frage gespalten

Mehr als die Hälfte (56%) der EU-BürgerInnen ist der Meinung, dass dies größere finanzielle Mittel für die EU erfordert, die in erster Linie auf die Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie auf den Gesundheitssektor und die Wirtschaft ausgerichtet sein sollten.

In Österreich würden sich 44% der Befragten mehr finanzielle Mittel für die EU wünschen. Diese sollten vordringlich für Klima- und Umweltschutz eingesetzt werden.

- Solidarität zwischen den Staaten wird vermisst

Mehr als die Hälfte der Befragten (53%) ist nach wie vor unzufrieden mit der Solidarität, die während der Pandemie zwischen den EU-Mitgliedstaaten gezeigt wurde, obwohl inzwischen mehr Menschen eine positivere Sichtweise haben als noch im April (+ 5 Prozentpunkte).

In Österreich sind gar 60% von der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten unzufrieden, dennoch sind das um 3 Prozentpunkte weniger als noch im April.

- Die BürgerInnen werden zuversichtlicher

Eine signifikante Entwicklung ist beim Gefühl der Befragten in der Krise zu erkennen: Bürger aus 15 EU-Mitgliedstaaten wählten "Hoffnung" (41% insgesamt), um ihren derzeitigen emotionalen Status am besten zu beschreiben. Auch in Österreich gaben 50% der Befragten an, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Weitere Informationen

Die vollständige Umfrage sowie Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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