Grüne OÖ: Hirz: Landtag: Corona: Test-Prozedere verbessern – Schulen brauchen Plan für ev. Einschränkungen im Herbst statt ad hoc Aktionen

Wenn nicht die nötigen Schritte gesetzt werden, wird uns das Virus noch lange im Griff haben

Linz (OTS) - „Die deutliche Zunahme an Neu-Infektionen in OÖ ist ein überdeutlicher Weckruf. Sie zeigt, dass die Corona-Gefahr keineswegs gebannt ist. Dass Oberösterreich im Brennpunkt dieser Steigerungen steht, ist bedauerlich und die neuerlich verhängten Maßnahmen eine neuerliche Belastungsprobe für die Bevölkerung – insbesondere für die Eltern der von Schulschließungen betroffenen Kinder. Zweierlei ist dringendst zu tun: Erstens muss das System der Testungen deutlich optimiert werden. Zweitens brauchen wir statt einer ad hoc Lösung einen durchdachten Plan für die Schulen, falls im Herbst wieder Einschränkungen des Schulbetriebs notwendig werden. Das sind die Aufgaben vor denen wir stehen“, betont der Grüne Klubobmann LAbg. Gottfried Hirz anlässlich der heutigen Debatte im Landtag zur aktuellen Corona-Situation in OÖ.

Die Entscheidung, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in 5 Bezirken gänzlich zu schließen, war aus gesundheitspolitischer Sicht eine Akut- Entscheidung. Für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen kam diese überfallsartig und die Kritik daran ist verständlich. „Für die Zukunft ist eine differenziertere Vorgangsweise unumgänglich. „Die Schulen brauchen für Herbst einen konkreten Plan, falls Einschränkungen des Schulbetriebs wieder notwendig werden. Einen Plan, der besonders auf jene Kinder Bedacht nimmt, die die Schule als Ort zum Lernen brauchen. Es muss Klarheit, Sicherheit in jedem Fall gesicherte Betreuung geben“, betont Hirz, für den es nicht verständlich ist, dass in einem Bezirk Schulen ohne Positiv-Fälle geschlossen werden, in angrenzenden Bezirken aber Schulen auch mit Fällen offen bleiben.

Dass im Bereich der Testungen nicht alles rund läuft, ist offenkundig und belegen zahlreiche Beispiele. Daher müssen die nötigen Testkapazitäten dringend ausgeweitet, Testungen früher angeboten und auch bei Verdachtsfällen und Kontaktpersonen der Kategorie eins, die keine Symptome zeigen, durchgeführt werden. Zudem sind Testergebnisse an die Getesteten schnellstmöglich zu übermitteln, um die Infektionskurven möglichst klein zu halten. „Es kann nicht sein, dass Menschen tagelang auf Testtermine warten, einen Telefonmarathon absolvieren müssen und dann wieder Tage auf Ergebnisse warten. Es gibt viele Fälle, in denen die Abläufe definitiv nicht funktioniert haben. Das muss rasch geändert werden“, betont Hirz.

Hirz: „Eine Impfung gegen Corona ist noch nicht in Sicht. Wenn das Prozedere nicht optimiert wird und wir solche Situationen nicht unterbinden, wird uns das Virus noch lange im Griff haben. Ich appelliere daher eindringlich an die Verantwortungsträger, die nötigen Schritte raschest auf den Weg zu bringen“.

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