FPÖ – Kaniak: „Niedergelassener Bereich muss massiv gestärkt werden!“

Facharzt für Allgemeinmedizin

Wien (OTS) - Im Zuge der heutigen Nationalratsdebatte zur Ärztegesetz-Novelle 2020, übte der freiheitliche Gesundheitssprecher, NAbg. Mag. Gerhard Kaniak, erneut scharfe Kritik an der türkis-grünen Bundesregierung. „Seit dem Amtsantritt dieser Bundesregierung hat sich im Gesundheitsbereich ein sich laufend erhöhender Reformrückstau aufgebaut, von welchem der niedergelassene Bereich besonders betroffen ist“, so Kaniak.

Als vernünftige und notwendige Maßnahmen nannte Kaniak unter anderem die Einführung eines Facharztes für Allgemeinmedizin: „Durch eine verbesserte Ausbildung soll der Facharzt in der Allgemeinmedizin noch mehr als bisher als erste Anlaufstelle im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsversorgung qualifiziert werden. Dies muss auch mit einer entsprechenden Aufwertung in der Honorarordnung im Rahmen des Gesamtvertrags mit der Sozialversicherung Berücksichtigung finden. Als Facharzt für Allgemeinmedizin entlastet dieser den stationären Bereich und ist ein qualifizierter Kooperationspartner mit den anderen Facharztkollegen in den Spezialdisziplinen.“

In einem dahingehenden Entschließungsantrag, forderte Kaniak die Bundesregierung auf, Studienplätze der Humanmedizin für österreichische Staatsbürger zu verdoppeln, ein Lebensunterhaltsstipendium für Mediziner in Ausbildung einzuführen, Lehrpraxen für Allgemeinmediziner und Fachärzte zu fördern sowie den Zugang zu Kassenverträgen zu liberalisieren.

„Um Wahlärzten das Kassensystem wieder attraktiv zu machen, müssen die starren Grenzen der Kassenverträge geöffnet werden. Beispielsweise soll eine Mischvariante möglich sein - z.B. Wahlarzt mit halbem Kassenvertrag. Durch diese attraktive Aufwertung behalten Wahlärzte die wirtschaftlichen und therapeutischen Freiräume und für die Patienten bleibt die medizinische Grundversorgung vor Ort erhalten. Es ist nun endlich an der Zeit zu handeln“, so Kaniak abschließend in Richtung Minister Anschober, welcher viel zu lange durch Untätigkeit geglänzt habe.

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