Silvan: SPÖ fordert klare Corona-Regeln für Heime

Schwammige Vorgaben sind schlecht für Heimbetreiber, Personal und BewohnerInnen

Wien (OTS/SK) - Rudolf Silvan, Volksanwaltschaftssprecher der SPÖ, unterstützt die Forderung von Volksanwalt Bernhard Achitz nach klaren Regeln für Heime im Umgang mit der Corona-Krise. „Heimbetreiber und Pflegekräfte wussten oftmals nicht, welche Regelungen gerade gültig sind, da COVID-19-Schutzmaßnahmen oftmals unklar oder erst nach deren Inkrafttreten kommuniziert wurden“, so der Abgeordnete. Für Silvan steht fest, dass klarere Vorgaben den HeimbewohnerInnen viel Leid und den Pflegekräften einige bange Momente erspart hätten. ****

So wurde Silvan u.a. berichtet, dass PensionistInnen „sicherheitshalber“ nicht mehr in den Garten ihres Wohnheimes zum Luft schnappen gelassen worden sind, weil es die Heimleitung mit dem Schutz der HeimbewohnerInnen etwas zu gut gemeint hat. Durch klare Vorgaben hätten dieser und viele andere Fälle wohl vermieden werden können. So wichtig der Schutz der HeimbewohnerInnen vor einer Ansteckung ist, so wichtig ist aber auch die Wahrung ihrer Rechte. Gleichzeitig häuften sich Berichte von überforderten Pflegekräften, die nicht wussten, nach welchen Vorgaben sie zu handeln hätten. Zusätzlich fehlte Schutzausrüstung an allen Ecken und Enden. Ein Los, das auch die OPCAT-Kommission der Volksanwaltschaft traf.

Lobende Worte findet Silvan hingegen für den gestrigen Vorstoß der Caritas. Diese sprach sich wie bereits zuvor die Gewerkschaften dafür aus, die Arbeit im Pflegebereich generell attraktiver zu machen. Wichtig ist laut Silvan daher eine spürbare Lohnerhöhung für Beschäftige in Pflegeberufen. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung könnte die Regierung unkompliziert mit der Auszahlung des vom ÖGB geforderten steuerfreien Corona-Tausenders für alle SystemerhalterInnen und somit natürlich auch für Pflegefachkräfte setzen.

Silvan schlägt zudem das kürzlich von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner vorgestellte Arbeitszeitmodell einer 4-Tage-Arbeitswoche vor. Durch dieses kann die Wochenarbeitszeit um 20 Prozent reduziert werden, wobei ArbeitnehmerInnen weiterhin 95 Prozent des letzten Nettolohnes erhalten würde. Den Rest der Kosten teilen sich AMS und der Betrieb. Die Vorteile liegen auf der Hand: Pflegekräfte gewinnen an Freizeit, die HeimbetreiberInnen profitieren von motivierteren und gesünderen MitarbeiterInnen und „dies käme schlussendlich wiederum den HeimbewohnerInnen zugute“, erklärt Silvan. (Schluss) bj/rm

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