SPÖ und Grüne fordern Ende des Kükenschredderns: „Massentöten von männlichen Küken ist moralisch und ethisch nicht vertretbar“

Bund wird aufgefordert, Kükenschreddern gesetzlich zu verbieten

Wien (OTS/SPW-K) - Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Nina Abrahamczik, Erich Valentin, Josef Taucher (alle SPÖ) sowie Jennifer Kickert und Rüdiger Maresch (beide GRÜNE) haben heute, Dienstag, einen Beschlussantrag im Wiener Gemeinderat eingebracht, in dem sie ein Verbot für das systematische Töten von männlichen Küken fordern.

Nach wie vor werden männliche Küken auf grausame Weise in Österreich getötet, weil sie keine Eier legen und ihre Aufzucht als Masthähnchen weniger rentabel ist. Die männlichen Küken werden nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert. Vermeiden ließe sich die Tötung durch eine frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Hühnerei.

SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher fordert das sofortige Ende des Kükentötens: „In Österreich sind allein im vergangenen Jahr 9,4 Millionen männliche Küken qualvoll gestorben, weil sie keine Eier legen und wirtschaftlich unrentabel sind. Die Küken werden nach dem Schlüpfen auf ein Fließband abgeladen, wo sie auf ‚grobe Schäden’ abgegriffen und nach Geschlecht aussortiert werden. Männliche Küken landen ohne Betäubung im Schredder oder werden vergast. Dieses unsägliche Tierleid muss sofort gestoppt werden.“

„Wir fordern den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz auf, das Massentöten männlicher Küken gesetzlich zu verbieten. Schluss mit dieser unsäglichen Tierquälerei, wir brauchen einen Systemwechsel. Österreich muss hier ein klares Zeichen setzen und mit gutem Beispiel vorangehen“, fordert die Tierschutzsprecherin der SPÖ Wien, Gemeinderätin Nina Abrahamczik.

Umweltausschussvorsitzender und Gemeinderat Erich Valentin (SPÖ): „Eine tierschutzfreundliche und moderne Landwirtschaftspolitik ohne Tierquälerei ist möglich. Hier braucht es ein Umdenken, einen Systemwechsel. Wer behauptet, das Töten sei alternativlos, weil Hähne nun mal keine Eier legen, handelt moralisch und ethisch unvertretbar.“

„Eine Abschaffung des Tötens der Küken ist seit vielen Jahren überfällig, weil Millionen von männlichen Küken jedes Jahr in Österreich auf blutige Art und ohne Betäubung getötet werden“, so die stellvertretende Klubobfrau der Grünen Wien, Jennifer Kickert.

„Wien bekennt sich dazu, diese grausame Tötung von Küken abschaffen zu wollen und fordert den Bund auf, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen“, ergänzt der Tierschutzsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch.

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