VGT-Demo gegen Schweine-Vollspalten vor Ministerrat: Anschober unterstützt Anliegen

Täglich protestieren Tierschützer_innen momentan für ein Verbot des Vollspaltenbodens – Tierschutzminister Anschober erklärt sich solidarisch: er werde dafür kämpfen

Wien (OTS) - Trotz Coronakrise darf der Tierschutz nicht hintan gestellt werden! Das fordern 100.000e Tierschützer_innen im ganzen Land und appellieren an Tierschutzminister Rudolf Anschober und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die Reform der Verordnung zur Haltung von Schweinen endlich anzugehen. Deshalb demonstrierte der VGT heute vor dem Bundeskanzleramt anlässlich des dortigen Ministerrats. Während einige Minister_innen und ihre Kabinettchef_innen lediglich an den Tierschützer_innen vorbei gingen, kam Minister Anschober auf den VGT zu, betonte seine Unterstützung des Anliegens und sagte, dass er für ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu kämpfen werde.

60 % der Schweine in Österreich müssen auf einem harten Betonboden, der mit Spalten überzogen ist, leben. 90 % der Schweine in Österreich bekommen kein Stroh. Die Folgen für die Tiere sind katastrophal, z.B. wird ihnen deshalb routinemäßig nach der Geburt ohne Betäubung oder Schmerzausschaltung der Schwanz abgeschnitten, um ein Schwanzbeißen später zu verhindern. Und trotzdem werden auf Vollspaltenboden die verstümmelten Schweine oft in den Restschwanz und die Ohren gebissen! All das könnte durch einen eingestreuten Liegebereich verhindert werden.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Natürlich verstehen wir, dass Tierschutzminister Anschober als Gesundheitsminister in Zeiten der Coronakrise anderweitig beschäftigt ist. Doch deshalb darf es keinen Stillstand im Tierschutz geben. Die Schweine leiden jetzt und hier, jeden weiteren Tag, den es keine Stroheinstreu gibt. Wir danken Minister Anschober für seine Unterstützung unseres Anliegens, müssen aber darauf pochen, dass die Regierung nun Nägel mit Köpfen macht! Die Verordnung zur Haltung von Schweinen muss auf den Weg gebracht werden!“

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