Wiener und Stammler zu Herkunftskennzeichnung von Fleischerzeugnissen: Mangelnde Transparenz beseitigen

Grüne: Gleiche Spielregeln für Handel und Gastronomie

Wien (OTS) - „Das muss man sich einmal vorstellen: Nicht weniger als 80 Prozent des Kalbfleisches werden außer Haus konsumiert. Die mangelnde Transparenz woher das Fleisch kommt, wird zu Recht von der heimischen Landwirtschaft, sowie den Konsumentinnen und Konsumenten gleichermaßen kritisiert“, sagt Clemens Stammler, Regionalsprecher der Grünen und Landeskammerrat. Der internationale Wettbewerb macht auch vor der Fleischerzeugung in Österreich nicht halt. Clemens Stammler, sowie Sarah Wiener, Abgeordnete im Europäischen Parlament, fordern daher eine Herkunftskennzeichnung von Fleischerzeugnissen in der Gastronomie, wie es im Handel schon längst üblich ist.

„Während Herkunftskennzeichnungen im Handel bereits Gang und Gäbe sind, gibt es in der Gastronomie de facto keine Möglichkeiten für Konsumentinnen und Konsumenten etwas über die Herkunft ihres Schnitzels zu erfahren“, kritisiert Stammler. „Unter dieser Praxis leidet vor allem die heimische Landwirtschaft. Zusätzlich wird den Konsument*innen jede Möglichkeit genommen, auf transparenter Grundlage Entscheidungen treffen zu können“, führt Stammler weiter aus.

"Auf österreichischer sowie auf EU-Ebene müssen wir aber noch weitere Schritte machen: Wir brauchen wieder mehr regionale Schlachthöfe, artgerechtere Tierhaltung, gerechteres Einkommen für Bäuerinnen und Bauern und bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in der Fleischindustrie und in der Landwirtschaft. Wenn wir das gut umsetzten, würden sich viele Probleme wie etwa die schrecklichen Szenen beim Tiertransport quer durch Europa oder die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen gar nicht erst ergeben", fasst Wiener zusammen.

"Herkunftskennzeichnung ist vor allem im Großhandel und in der Gastronomie wichtig, um gleiche Ausgangsbedingungen für alle zu schaffen. Wenn ich auswärts esse, soll das ja eine positive Sache sein, ich will mir ja dadurch etwas Gutes tun und nicht etwas Schlechteres als im Supermarkt erhalten", merkt Wiener an. „Gerade die aktuellen Coronafälle in diversen Schlachtbetrieben, wie auch vergangene Fleischskandale, zeigen deutlich, dass es eben nicht egal ist, woher das Fleisch kommt“, sagt Stammler.

Online-Veranstaltungstipp:
Webinar mit den Grünen EU-Abgeordneten Sarah Wiener und Clemens Stammler:
"Was landet auf meinem Teller - Her mit der Herkunftsbezeichnung“
30. Juni 2020 18:30 https://youtu.be/LEQ2JMpNFPw

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