Bohrn Mena an Köstinger: Nicht nervös werden, Frau Ministerin!

Deutsche Fleischskandale zeigen Handlungsnotwendigkeiten auch in Österreich, Verantwortung der Politik kann nicht auf Konsumenten abgeschoben werden

  • Nicht der Konsument ist das primäre Problem, sondern jene, die auf dem Rücken von Tieren, Natur und Arbeitenden ihre Billigwaren herstellen. Jene, die deutsche Tierqual als österreichische Spezialität verkaufen. Jene, die echte Transparenz in der Gastronomie verhindern. Und jene, die diese Tierqual mit Steuergeld einkaufen lassen. Ich erwarte mir von Elisabeth Köstinger, dass sie, wie auch Minister Rudolf Anschober, dazu aufruft das Tierschutzvolksbegehren zu unterschreiben, statt die direkte Demokratie zu verhöhnen. Wir alle profitieren davon, wenn die Forderungen umgesetzt werden. Schluss mit dem alten Ringelspiel der Verantwortungsweitergabe. Landwirtschaft, Verarbeiter, Handel, Politik und Konsumenten müssen sich gleichermaßen weiterentwickeln. Nutzen wir doch die Gelegenheit zu einem echten Fortschritt. Unsere Hand ist ausgestreckt, wir bitten die Ministerin dringend sie nicht auszuschlagen“ so Sebastian Bohrn Mena abschließend.
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  • Ich finde es bedauerlich, dass die Ministerin bei Problemen in der Erzeugung von Lebensmitteln nicht zunächst an ihre Verantwortung denkt, sondern sich abschätzig gegenüber der Bevölkerung äußert. Wenn Transparenz bei Lebensmitteln nach wie vor blockiert wird, wie sollen Konsumenten dann eine bewusste Konsumentscheidung treffen? Wenn nach wie vor der Großteil der Fördergelder in die großflächige Landwirtschaft fließt, wie soll dann der Preis der hochqualitativen Lebensmittel sinken? Wenn der Staat nach wie vor nicht seine vielfältigen Möglichkeiten nutzt, um die kleinbäuerliche Landwirtschaft abzusichern, wie soll diese dann überleben? Es ist der pure Hohn, wenn Herkunft & Haltung verschleiert werden und Steuergeld in die ausländische Massentierhaltung fließt, aber der Konsument als das Problem hingestellt wird“ sagt Sebastian Bohrn Mena. 
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Wien (OTS) - In einem ORF-Interview meinte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger heute, dass die Schlachthof-Skandale in Deutschland wenig mit Österreich zu tun hätten. Dem widerspricht der Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, Sebastian Bohrn Mena, vehement. Und verbittet sich abschätzige Wertungen in Richtung der BürgerInnen, die laut Köstinger ihre Unterschrift „auf irgendein Volksbegehren“ setzen, aber nicht bereit wären ihre Verantwortung zu übernehmen. Offenbar spricht hier eine gewisse Nervosität aus der Ministerin, weil der Druck von unten steigt. Dabei sind die Ziele des Volksbegehrens für mehr Transparenz, mehr Fördergeld für die tier- und klimafreundliche Landwirtschaft und eine Koppelung der öffentlichen Beschaffung an Tierwohlkriterien zu sorgen. Also ganz im Sinne der Ministerin.

Ich finde es bedauerlich, dass die Ministerin bei Problemen in der Erzeugung von Lebensmitteln nicht zunächst an ihre Verantwortung denkt, sondern sich abschätzig gegenüber der Bevölkerung äußert. Wenn Transparenz bei Lebensmitteln nach wie vor blockiert wird, wie sollen Konsumenten dann eine bewusste Konsumentscheidung treffen? Wenn nach wie vor der Großteil der Fördergelder in die großflächige Landwirtschaft fließt, wie soll dann der Preis der hochqualitativen Lebensmittel sinken? Wenn der Staat nach wie vor nicht seine vielfältigen Möglichkeiten nutzt, um die kleinbäuerliche Landwirtschaft abzusichern, wie soll diese dann überleben? Es ist der pure Hohn, wenn Herkunft & Haltung verschleiert werden und Steuergeld in die ausländische Massentierhaltung fließt, aber der Konsument als das Problem hingestellt wird“ sagt Sebastian Bohrn Mena.

Die Skandale in der deutschen Fleischindustrie zeigen auch die Notwendigkeit von starken Reformen in Österreich. So liefern deutsche Schlachthöfe an österreichische Betriebe, die damit „traditionelle regionale Spezialitäten“ erzeugen. Auf heimischen Tellern landet die ausländische Tierqual, aber die Wirtschaftskammer blockiert ihre Kennzeichnung. Unmengen an Steuergeld fließt in das System Billigfleisch, wir alle zahlen also die Rechnung für das Leid der Tiere, die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung von Menschen.

Nicht der Konsument ist das primäre Problem, sondern jene, die auf dem Rücken von Tieren, Natur und Arbeitenden ihre Billigwaren herstellen. Jene, die deutsche Tierqual als österreichische Spezialität verkaufen. Jene, die echte Transparenz in der Gastronomie verhindern. Und jene, die diese Tierqual mit Steuergeld einkaufen lassen. Ich erwarte mir von Elisabeth Köstinger, dass sie, wie auch Minister Rudolf Anschober, dazu aufruft das Tierschutzvolksbegehren zu unterschreiben, statt die direkte Demokratie zu verhöhnen. Wir alle profitieren davon, wenn die Forderungen umgesetzt werden. Schluss mit dem alten Ringelspiel der Verantwortungsweitergabe. Landwirtschaft, Verarbeiter, Handel, Politik und Konsumenten müssen sich gleichermaßen weiterentwickeln. Nutzen wir doch die Gelegenheit zu einem echten Fortschritt. Unsere Hand ist ausgestreckt, wir bitten die Ministerin dringend sie nicht auszuschlagen“ so Sebastian Bohrn Mena abschließend.

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Tierschutzvolksbegehren I +43 660 703 88 64

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