mumok: Netzwerke zwischen Kunst und Wissenschaft

Die 32.000 Jahre alte Pflanze, welche 2019 für die Ausstellung "Aeviternity" von Christian Kosmas Mayer von Russland ins mumok transferiert wurde, wurde nun an der BOKU zum Blühen gebracht

Wien (OTS) - Das Wiedererblühen der nun erfreulicherweise medienwirksam in Erscheinung tretenden Pflanze der Gattung „Silene“ verdankt sich dem künstlerischen Konzept von Christian Kosmas Mayer, der die Entdeckung dieser Pflanze durch russische Forscher für seine Ausstellung „Aeviternity“ 2019 im mumok recherchiert hatte (https://www.mumok.at/de/events/christian-kosmas-mayer).

Auf seine Initiative geht auch die Kontaktaufnahme der BOKU, vertreten durch Frau Laimer, mit den russischen Wissenschaftern zurück. Es gehört zur Arbeitsweise des Künstlers, wissenschaftliche Erkenntnisse für seine Projekte zu nutzen, voranzutreiben und – wie im Falle der Silene – auch für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Mayer erweist sich damit als ein Netzwerker zwischen Kunst und Wissenschaft. Er verdeutlicht durch seine Aktivität aber auch, wieviel Potenzial innerhalb der einzelnen Disziplinen eigentlich nicht genutzt wird und brach liegen würde, gäbe es sein Engagement nicht.

Es liegt sehr im Interesse des mumok, gerade solche künstlerischen Positionen zu fördern und zu präsentieren, die grenzüberschreitend arbeiten und auf die Zusammenhänge gesellschaftspolitischer, ökonomischer und ökologischer Entwicklungen aufmerksam machen. Sie betreffen auch die zentralen und aktuellen Themen der Klimakrise und die damit verknüpften Migrationsbewegungen.

Der Künstler hat mit seinem Silene-Projekt nicht zuletzt das Auftauen des Permafrostbodens, in dem die Samen der Silene nach 32.000 Jahren wiedergefunden wurden, ins Bewusstsein gehoben. Das Erblühen der Silene öffnet nun ein wunderbares neues Kapitel in dieser von Christian Kosmas Mayer initiierten Geschichte, die einst mit seiner Ausstellung den Anfang nahm. Er ist auch weiterhin in engem Kontakt mit dem Labor in der BOKU, in dem die Pflanzen professionell betreut und wissenschaftlich analysiert werden. Weitere künstlerische Projekte, die aus dieser Zusammenarbeit entstehen sollen, sind in Planung.

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