Grüne Wirtschaft startet Informationsoffensive zur Reduktion der Pflichtmitgliedsbeiträge zur Wirtschaftskammer

Wirtschaftskammer soll im eigenen Wirkungsbereich Mitglieder entlasten

Es ist derzeit nicht bekannt, wie die einzelnen Fachgruppen mit der Einhebung der Grundumlagen umgehen werden. Wir gehen davon aus, dass die meisten Fachgruppen die Grundumlagen demnächst vorschreiben werden. Allgemeine Beschlüsse zur Ermäßigung oder dem Aussetzen der Grundumlagen zeichnen sich derzeit nicht ab. Es wird also notwendig sein, dass die Pflichtmitglieder der Wirtschaftskammer einzeln um Ermäßigung bei den Grundumlagen ansuchen. Die Wirtschaftskammer hat es bisher verabsäumt über diese Möglichkeit zu informieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehe ich es aber als Verpflichtung der Wirtschaftskammer an, dass ihre Pflichtmitglieder über Instrumente zur Kostensenkung Kenntnis erlangen
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft

Wien (OTS) - Im März 2020 hat die Wirtschaftskammer Österreich öffentlichkeitswirksam das Aussetzen der Grundumlagen für 2020 verkündet. Viele Pflichtmitglieder gehen nun davon aus, dass die Grundumlagenvorschreibung 2020 entfallen wird, zumal die Wirtschaftskammerorganisationen beträchtliche Rücklagen haben, aus denen der Einnahmenentfall zu kompensieren wäre.

Am 10.6.2020 wurden nun aber im erweiterten Präsidium Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise beschlossen: Bei der Vorschreibung der Grundumlagen 2020 soll auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmen Rücksicht genommen werden. Konkret bedeutet das, dass es den einzelnen Fachgruppen überlassen ist, zu entscheiden, ob eine generelle Absenkung der Grundumlagen festgelegt wird oder ob es zu individuellen Ermäßigungen kommt.

"Es ist derzeit nicht bekannt, wie die einzelnen Fachgruppen mit der Einhebung der Grundumlagen umgehen werden. Wir gehen davon aus, dass die meisten Fachgruppen die Grundumlagen demnächst vorschreiben werden. Allgemeine Beschlüsse zur Ermäßigung oder dem Aussetzen der Grundumlagen zeichnen sich derzeit nicht ab. Es wird also notwendig sein, dass die Pflichtmitglieder der Wirtschaftskammer einzeln um Ermäßigung bei den Grundumlagen ansuchen. Die Wirtschaftskammer hat es bisher verabsäumt über diese Möglichkeit zu informieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehe ich es aber als Verpflichtung der Wirtschaftskammer an, dass ihre Pflichtmitglieder über Instrumente zur Kostensenkung Kenntnis erlangen", sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

Und weiter: "Wesentlich unbürokratischer wäre allerdings das Einlösen der geschürten Erwartungen, nämlich das tatsächliche Aussetzen der Grundumlagen 2020 einzuleiten. Zumindest in den EPU-starken Branchen braucht es eine Entlastung bei den Grundumlagen der Wirtschaftskammer."

Die Grüne Wirtschaft startet nun eine Informationsoffensive, um die Unternehmer*innen darüber aufzuklären, wie sie das Aussetzen bzw. eine Ermäßigung bei den Grundumlagen erwirken können. Dazu gibt es auf der Website der Grünen Wirtschaft ein Musteransuchen zum Download unter https://www.gruenewirtschaft.at/grundumlagenvorschreibung/

Der nächste Schritt muss eine Absenkung der Kammerumlage 2 sein, die die Lohnnebenkosten senkt. "Die Wirtschaftskammer fordert seit Jahren die Senkung der Lohnnebenkosten, im eigenen Bereich wurde aber nur wenig getan. Nun ist der richtige Zeitpunkt, ein kräftiges Signal zur Entlastung der Betriebe und dem Schaffen von Arbeitsplätzen beizutragen", so Jungwirth abschließend.

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Sabine Jungwirth

Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft
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