VGT-Aktion zu Schweine-Vollspaltenboden: Landwirtschaftsministerin nimmt nicht Stellung

Das Symbol aus Japan mit den 3 Affen, die nichts hören, sehen oder reden wollen, vom VGT als exemplarisch für Köstingers Reaktion auf die Forderung Vollspaltenverbot präsentiert

Der Vollspaltenboden ist mittlerweile zum Paradebeispiel von Tierquälerei geworden, wie seinerzeit die Legebatterie.
Martin Balluch, VGT-Obmann

Wien (OTS) - Die Verordnung zur Haltung der Schweine muss geändert werden, so viel steht fest. Doch ob das so notwendige Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu Teil dieser Reform werden, dazu schweigt die Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Der VGT hat dementsprechend 3 „Affen“ mit Köstingers Konterfei vor das Landwirtschaftsministerium und auf die Mariahilfer Straße in Wien gesetzt, die sich Mund, Augen und Ohren zuhalten. Diese Affen sind ein in Japan entstandenes Symbolbild für eine Weisheit von Konfuzius, die in westlicher Rezeption für mangelnde Zivilcourage und bedingungslose Loyalität, also für das nicht wahrhaben wollen von etwas Schlechtem, steht. Und das trifft auf Ministerin Köstinger nach Ansicht des VGT zweifellos zu, wenn sie die Augen vor dem Leid der Schweine auf Vollspaltenboden verschließt und nicht das Rückgrat hat, eine verpflichtende Stroheinstreu einzuführen. Stattdessen verhält sie sich dem Klientel ihrer Partei, der Tierindustrie, gegenüber bedingungslos loyal, obwohl man dort Profit über Tierwohl stellt.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Der Vollspaltenboden ist mittlerweile zum Paradebeispiel von Tierquälerei geworden, wie seinerzeit die Legebatterie. Und wie 2005 ein vorbildliches Legebatterieverbot beschlossen wurde, muss heute und hier der Vollspaltenboden verboten und eine verpflichtende Stroheinstreu eingeführt werden. Die Frage, ob das realistisch möglich ist, kann ebenfalls mit Bezug auf die Erfahrungen mit dem Verbot der Legebatterien beantwortet werden: heute gibt es mehr Legehennen und mehr Hühnerbetriebe und weniger importierte Käfigeier als vor dem Verbot, sowohl die Tiere, als auch die Landwirtschaft und die Konsument_innen haben gewonnen. Es besteht überhaupt kein Grund zur Annahme, dass sich diese Erfolgsstory jetzt mit dem Vollspaltenboden für die Schweine nicht wiederholen sollte!“

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