Anschober: Billigst-Fleisch-Produktion auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt muss gestoppt werden

Kennzeichnung von Herkunft und Tierhaltung Gebot der Stunde – Minister ruft zur Unterzeichnung von Klima- und Tierschutzvolksbegehren auf

Wien (OTS/BMSGPK) - Der Skandal um die deutsche Großmetzgerei Tönnies zeigt, dass in der internationalen Fleischindustrie dringender Handlungsbedarf besteht. „Die Schattenseite von Billigst-Fleisch sind Tierleid, schlechte Entlohnung der Bäuerinnen und Bauern, prekäre Arbeitsbedingungen auf den Schlachthöfen - diese Missstände müssen beendet werden“, fordert Tierschutzminister Rudi Anschober. Ein wichtiger Schritt hierfür ist eine klare Kennzeichnung von Herkunft und Tierhaltung.****

„Wenn wir mehr Transparenz in den Markt bekommen, dann können sich die Konsumentinnen und Konsumenten bei jedem Einkauf, bei jedem Kantinen- oder Restaurantbesuch entscheiden, welche Form der Tierhaltung sie unterstützen. Und dann bin ich mir sicher, wo die Mehrheit der Bevölkerung steht. Es muss endlich Klarheit herrschen, was uns da aufgetischt wird“, so Anschober.

Aber auch der Lebensmitteleinzelhandel ist gefordert, die teilweise gnadenlose Rabattschlacht mit Billig-Fleisch als Lockangebot zu beenden. Billigst-Fleisch hat einen hohen Preis, den zahlen die Tiere, die Bäuerinnen und Bauern und, wie im aktuellen Fall, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Schlachthöfen - in Summe unser aller Gesundheit.

„Überfüllte Ställe, qualvolle Tiertransporte und skandalöse Arbeitsbedingungen dürfen nicht dazu benutzt werden, um schamlos Gewinne zu erwirtschaften. Ich fordere deshalb alle Österreicherinnen und Österreicher auf, das Tierschutzvolksbegehren zu unterstützen. Mit einem guten Ergebnis als Rückenwind werden wir die Weichen für mehr Transparenz und Tierwohle stellen“, ist Anschober überzeugt. (schluss)

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