Covid-19 als Triebfeder für Innovation - der „innovation.network.talk“ in der Wiener Hofburg

Hochrangige Expertinnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeitswelt, Innovationstätigkeit, Konjunktur und Bildung.

  • Angesichts des Innovationsschubs durch Covid-19 stellt sich die grundlegende Frage, ob Innovation die Krise braucht. Ich würde das verneinen. Aber wir haben gesehen, dass Vorsorge Sicherheit schafft für eine potenzielle Krise. Deshalb müssen wir Österreich und auch Europa krisenfester und resilienter machen. Das gelingt uns mit Innovation – sowohl bei Gesundheitskrisen als auch beim Klimaschutz
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  • Wir haben in vielen Bereichen eine zu große Abhängigkeit von Lieferanten aus dem EU-Ausland entstehen lassen, beispielsweise bei der Medikamentenproduktion. Es braucht nun eine Renaissance der Produktion in Europa." 
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  • Im jüngsten Wifo-Konjunkturtest zeigen sich massive Probleme für die Investitionstätigkeiten. Das ist ein Teufelskreis, weil Investitionstätigkeiten Innovationen vorantreiben, die Produktivität verbessern und schlussendlich einen signifikanten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben. Viele, vor allem größere Unternehmen, haben Investitionsprojekte aufgeschoben oder ganz gestrichen
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  • Technologie und Wissen tragen überdurchschnittlich zur österreichischen Wirtschaft bei. Der Technologiebereich beschäftigt doppelt so viele Menschen wie der Tourismus, die Wertschöpfung ist im Vergleich sieben Mal höher.“ 
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  • aus digitaler Transformation digitale Realität geworden
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  • Soziale Innovation steht am Rande der Diskussion, sie ist für die Gesellschaft jedoch essentiell. Auch hier kann Technologie einen Nutzen bringen." 
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Wien (OTS) - 18. Juni 2020 - „Angesichts des Innovationsschubs durch Covid-19 stellt sich die grundlegende Frage, ob Innovation die Krise braucht. Ich würde das verneinen. Aber wir haben gesehen, dass Vorsorge Sicherheit schafft für eine potenzielle Krise. Deshalb müssen wir Österreich und auch Europa krisenfester und resilienter machen. Das gelingt uns mit Innovation – sowohl bei Gesundheitskrisen als auch beim Klimaschutz", sagt Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, zieht aus der Corona-Krise mehrere Lehren für den Standort: „Wir haben in vielen Bereichen eine zu große Abhängigkeit von Lieferanten aus dem EU-Ausland entstehen lassen, beispielsweise bei der Medikamentenproduktion. Es braucht nun eine Renaissance der Produktion in Europa."

In den Podiumsdiskussionen waren sich die Expertinnen einig, dass Covid-19 sowohl im Gesundheitswesen als auch in der Arbeitswelt innovative Ansätze und Lösungen gefördert hat. Zur Bewältigung der aktuellen sowie künftiger Krisen seien Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere in die Grundlagenforschung, Health In All Policies (Integration von Gesundheitsaspekten in anderen Politikfeldern), Flexibilität und Digitalisierung nötig. Im Bildungsbereich bräuchte es eine stärkere Verknüpfung von Fachkompetenz und 21st Century Skills.

Ulrike Famira-Mühlberger, stellvertretende Leiterin des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo), gab einen Ausblick auf die wirtschaftlichen Folgen von Covid19: „Im jüngsten Wifo-Konjunkturtest zeigen sich massive Probleme für die Investitionstätigkeiten. Das ist ein Teufelskreis, weil Investitionstätigkeiten Innovationen vorantreiben, die Produktivität verbessern und schlussendlich einen signifikanten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben. Viele, vor allem größere Unternehmen, haben Investitionsprojekte aufgeschoben oder ganz gestrichen“, schildert die Ökonomin.

Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien, unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung von Technologie: „Technologie und Wissen tragen überdurchschnittlich zur österreichischen Wirtschaft bei. Der Technologiebereich beschäftigt doppelt so viele Menschen wie der Tourismus, die Wertschöpfung ist im Vergleich sieben Mal höher.“

Durch Corona ist „aus digitaler Transformation digitale Realität geworden", so Seidler. Vor allem im analogen Rechtsbereich ortet die Rektorin noch ein großes Innovationspotenzial. Seidler sprach auch die soziale Innovation an: „Soziale Innovation steht am Rande der Diskussion, sie ist für die Gesellschaft jedoch essentiell. Auch hier kann Technologie einen Nutzen bringen."

Weibliches Innovationspotenzial

Angesichts von Covid-19 ging der dritte „innovation.network.talk“ erstmals digital via Livestream in Kooperation mit dem Brutkasten und 4Gamechangers über die Bühne. Es ist das Finale des dritten Zyklus der Diskussionsreihe „innovation.talks“, bei der sich hochrangige Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu innovativen Themen austauschen. Das Female-Only-Format wurde 2017 gemeinsam vom Pharmaunternehmen Sanofi und der ehemaligen Gesundheits- und Frauenministerin sowie nunmehrigen Präsidentin des Club alpha, Maria Rauch-Kallat, ins Leben gerufen.

„Über alle Branchen hinweg erbringen Frauen innovative Spitzenleistungen – oft jedoch zu wenig beachtet. Daher ist es wichtig, die weibliche Innovationskraft sichtbar zu machen und durch Formate wie die innovation.talks vor den Vorhang zu holen“, sagt Wolfgang Kaps, Geschäftsführer von Sanofi Österreich.

Über die „innovation.talks“: Von Herbst 2019 bis zum Frühjahr 2020 luden Sanofi und Club alpha Frauen aus unterschiedlichen Wirtschafts- und Politikbereichen zu strukturierten Gesprächen zum Thema Innovation ein, um einen interdisziplinären Austausch zu ermöglichen.

Über Club alpha: Club alpha ist ein Netzwerk, das Frauen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringt und sie durch Vorträge, Mentoring und andere Initiativen in ihrem Berufs- und Alltagsleben unterstützt und darüber hinaus gesellschafts- und frauenpolitische Akzente setzt.

Über Sanofi: Sanofi ist ein weltweites Unternehmen, das Menschen bei ihren gesundheitlichen Herausforderungen unterstützt. Mit unseren Impfstoffen beugen wir Erkrankungen vor. Mit innovativen Arzneimitteln lindern wir ihre Schmerzen und Leiden. Wir kümmern uns gleichermaßen um Menschen mit seltenen Erkrankungen wie um Millionen von Menschen mit einer chronischen Erkrankung. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in 100 Ländern weltweit übersetzen wir wissenschaftliche Innovation in medizinischen Fortschritt.

Sanofi, Empowering Life.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bettina Resl
Country Head Public Affairs, Patient Advocacy & Communication
t: +43 1 801 85 1113
bettina.resl@sanofi.com

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