Grüne/El-Nagashi: Tierschutz braucht Transparenz und Kontrolle

Herkunftskennzeichnung wichtiger erster Schritt, Ausweisung der Haltungsbedingungen muss folgen

Wien (OTS) - Die Nationalratsabgeordnete und Tierschutzsprecherin der Grünen begrüßt die heute im Nationalrat beschlossene verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung.

"Wir müssen wissen: Was essen wir eigentlich? Und: Was ist die Alternative? Die Herkunftskennzeichnung ist hier ein erster richtiger Schritt, aber wir brauchen auch die Kennzeichnung der Haltungsform der Tiere", so El-Nagashi.

"Österreich ist keine Insel der Seligen. Das Töten von männlichen Küken, die betäubungslose Ferkelkastration, die Schweinehaltung auf Vollspaltenböden - all das ist 'business as usual' in der konventionellen Nutztierhaltung. Wieviel davon wissen die Konsument*innen? Was auf unseren Tellern landet, was wir essen, wovon wir uns ernähren ist - vor allem, wenn es um tierische Produkte geht - in höchstem Maße politisch. Wir alle müssen die Möglichkeit haben, informierte Entscheidungen zu treffen. Es müssen sich aber auch alle darauf verlassen können, dass die Politik alles tut, um Tierleid zu unterbinden", so die Abgeordnete.

In diesem Zusammenhang verwies El-Nagashi auf weitere positive Schritte: den Erlass von Tierschutzminister Anschober, um quälende Lebendtiertransporte einzudämmen, sowie den für Anfang Juli 2020 angesetzten Tiertransportegipfel. Auf europäischer Ebene folgt demnächst, auf Druck unter anderem der Grünen, ein Untersuchungsausschuss im Europaparlament für Tiertransporte.

Abschließend rief El-Nagashi dazu auf, das aktuell laufende Tierschutzvolksbegehren zu unterschreiben: "Noch bis zum 29. Juni kann das Tierschutzvolksbegehren auf jedem Gemeindeamt bzw. in Wien auf den Bezirksämtern unterschrieben werden. Ein erfolgreiches Volksbegehren bedeutet eine starke Stimme für den Tierschutz in der politischen Debatte und in der weiteren Behandlung der Tierrechtsfrage im Parlament", so El-Nagashi.

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