FPÖ – Ragger: Chancengleichheitsgesetz gilt auch für Menschen mit Behinderung!

Der Bericht der Volksanwaltschaft deckt mangelnde Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung auf

Wien (OTS) - In der Plenardebatte zum Bericht der Volksanwaltschaft empörte sich der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Christian Ragger über den Umgang mit Menschen mit Behinderung. „Ich will den Fokus auf einen Fall lenken, der sich in Kärnten ereignet hat und symbolisch dafür steht, dass wir noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind und nicht wissen, wie wir mit beeinträchtigten Menschen umzugehen haben. Ein 15-jähriger hat jeden Tag den Stall ausmisten müssen und hat dafür ein Taschengeld von drei Euro am Tag bekommen. Für die Versorgung hat die Landesregierung aber 70 Euro an den Betreiber gezahlt. Dieser Umstand schlägt dem Fass den Boden aus“, so Ragger.

Ragger sieht in diesem Fall das Versagen der Kärntner Landesregierung. „Die Sozialreferentin ist nicht in der Lage, das Chancengleichheitsgesetz auf Menschen mit Beeinträchtigung anzuwenden. Wenn es nicht möglich ist, dieses Gesetz in den einzelnen Bundesländern umzusetzen, dann müssen wir eine nationale Regelung dazu finden. Es kann nicht angehen, dass Menschen, die eine Beeinträchtigung haben, heute wie Sklaven und Vieh gehalten werden“, betonte Ragger.

Menschen mit Behinderung seien über Jahre hinweg billigst in kleinen Einrichtungen wie Bauernhöfen oder geschlossenen Gasthäusern betreut worden. „Die Landesregierung hat zwar die Kosten für die Unterbringung übernommen, allerdings die nötigen Standards nicht klar definiert. Wenn man heute glaubt, dass eigentlich im Jahre 1812 die Sklaverei abgeschafft worden ist, dann irrt man sich gewaltig. Menschen mit Behinderung werden heute noch als billige Arbeitskräfte eingesetzt“, so Ragger.

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