Studierendenumfrage zeigt fehlende digitale Kompetenz bei Lehrenden

Rund 10.000 Studierende aus ganz Österreich wurden befragt - AG fordert Ausbau des E-Learning-Angebots für Hochschulen

Wien (OTS) - “Die Corona-Krise ist eine Extremsituation - auch für die Studierenden. Daher wollten wir wissen, wie die Hochschulen mit den neuen Herausforderungen des E-Learnings umgegangen sind. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es große Mängel an den Universitäten gibt. Im Umgang mit E-Learning scheint vielen Lehrenden die Kompetenz zu fehlen”, so AG-Bundesobfrau Sabine Hanger.

Drei Viertel der Studierenden wollen mehr E-Learning

Von Mitte Mai bis Anfang Juni 2020 führte die AktionsGemeinschaft eine Umfrage unter Studierenden zum E-Learning Angebot der Hochschulen durch. Abgefragt wurde, wie das E-Learning von den Hochschulen umgesetzt wurde, welche Faktoren für die Studierenden maßgeblich waren und woran gearbeitet werden muss, um das Format weiter zu verbessern. Rund 10.000 Studierende österreichweit haben geantwortet.

72% der Teilnehmer an Universitäten und FHs, wie auch zwei Drittel der PH-Studierenden sprechen sich für den Ausbau der E-Learning-Angebote zusätzlich zur Präsenzlehre aus - auch nach der Corona-Krise. “Wir verstehen das als klaren Auftrag an die Verantwortlichen, unsere Hochschulen auch in einem normalen Semester endlich ins 21. Jahrhundert zu bringen!”

Knapp die Hälfte der Universitätsstudierenden gab an, dass ihre Lehrveranstaltungen nur vereinzelt bzw. gar nicht an E-Learning angepasst wurden. Für den Großteil dieser Personen ist die fehlende Kompetenz der vortragenden Person hierfür der maßgebliche Faktor war. “Daran lässt sich klar erkennen, wie wichtig es ist, die Kompetenz des Lehrpersonals in diesem Bereich weiterzubilden und sie bei der Umsetzung von E-Learning zu unterstützen”, so Hanger.

AktionsGemeinschaft fordert digitale Offensive an den Hochschulen

“In den weltweit top gerankten Universitäten Harvard, Oxford und Cambridge sind E-Skripten und sogenannte "Massive Open Online Courses" bereits heute Standard. Wir erwarten, dass das Corona-Semester auch als Chance gesehen wird, die Qualität unserer Studien näher an diese weltweiten Spitzenreiter heranzubringen.”

Daher braucht es

  • den Ausbau von Vorlesungs- und Lehrveranstaltungsstreams
  • Netscripten
  • digitale Weiterbildung des Lehrpersonals

“Die Krise hat unsere Hochschulen in das digitale Zeitalter katapultiert. Wir müssen uns nun dort zurechtfinden und nicht wieder zurück in die Vergangenheit!”, so Hanger abschließend.

Die AktionsGemeinschaft ist die größte Studienvertretung in Österreich und stellt seit der ÖH-Wahl 2019 an 16 Hochschulen die Exekutive.

Hier geht es zu den Ergebnissen: https://we.tl/t-BmWLIBhOlF

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Florida Kleebinder
Pressesprecherin
Tel.: 0660 486 22 57
Mail: florida.kleebinder@aktionsgemeinschaft.at

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