FP-Stadler/Seidl: Bezirksvertretung Simmering spricht sich für Telenotarzt aus

SPÖ und Grüne stimmten wieder einmal aus Prinzip gegen sinnvollen FPÖ-Antrag

Wien (OTS) - Die Bezirksvertretung Simmering hat sich in der Sitzung vom 10. Juni für die Einführung eines Telenotarztes ausgesprochen. Gefordert hatte dies die FPÖ. Nun möchte der freiheitliche Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl einen weiteren Vorstoß für einen Telenotarzt auch im Wiener Gemeinderat machen.

Zeit ist ein lebensrettender Faktor bei der Erstversorgung von Notfallpatienten. Da aufgrund des Notarztmangels in Wien Notärzte oftmals länger zum Berufungsort unterwegs seien, würde das neue System eine rasche, effiziente Erstversorgung aufweisen und damit die Überlebenschancen von kritischen Patienten erhöht werden, begründen die FPÖ-Bezirksräte Harald Nepras und Stephan Promont ihren Antrag in der Bezirksvertretungssitzung Simmering, der dann mehrheitlich, aber gegen die Stimmen von SPÖ, Grünen und einer NEOS-Stimme angenommen wurde.

Allerdings hatte die Bezirks-SPÖ vor einiger Zeit selbst einen diesbezüglichen Antrag eingebracht, sich von der Wiener Berufsrettung aber „belehren“ lassen, dass dies nicht notwendig sei. In einer Aussendung vom 16. März 2018 schreibt die MA 70 (Berufsrettung), dass Notfallsanitäter den höchsten Ausbildungsstand hätten und jederzeit einen Arzt in der Leitstelle anrufen könnten.

Wahrscheinlich aus diesem Grund wurde auch ein FPÖ-Antrag für einen Telenotarzt im Wiener Gemeinderat von Rot-Grün abgeschmettert. FPÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl will den Beschluss der Simmeringer Bezirksvertretung zum Anlass nehmen, im Gemeinderat einen neuen Vorstoß zu machen: „Die Simmeringer sind da offensichtlich fortschrittlicher, vielleicht gibt es jetzt auch auf Landesebene ein Umdenken“, hofft Seidl.

Simmerings Bezirkschef Paul Stadler (FPÖ) kann nicht verstehen, warum sich die SPÖ gegen einen Telenotarzt querlegt: „Es geht ja nicht um die Qualität der Ärzte, die unbestritten ist, sondern um die Effizienz“, so der Simmeringer Bezirksvorsteher Paul Stadler. Beim Telenotarzt könne der ersteintreffende Notfallsanitäter über ein Headset und einer Kamera auf Knopfdruck lebensrettende Anweisungen eines Notarztes aus der Leitstelle bis zum Eintreffen des mobilen Notarztes erhalten und ausführen.

„Gerade bei einer Pandemie wäre so ein Telenotarzt von großer Bedeutung, weil dadurch eine große Anzahl von Menschen innerhalb kürzester Zeit und ohne Ansteckungsrisiko des Arztes ferndiagnostiziert werden könnte“, erklärt Stadler.

Aufgrund der COVID-19-Situation drängt die FPÖ auf Dringlichkeit der Umsetzung. Schließlich wird das Modell schon sehr erfolgreich im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen angewendet.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ Wien
0664 1535826
andreas.hufnagl@fpoe.at
www.fpoe-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002