ÖVM zeigt auf: Bei Leistungsablehnung gibt es Anspruch auf Verzugszinsen

Werden Leistungen durch Versicherer abgelehnt, hat man Anspruch auf Zinsen – dies ist jetzt insbesondere auch bei Betriebsunterbrechungsversicherungen relevant.

Wenn ein Versicherer die Leistungserbringung ablehnt, gibt er damit zu erkennen, dass er seine Erhebungen abgeschlossen hat. Damit beginnt der Zinsanspruch bereits mit dem Zeitpunkt der Ablehnung und nicht erst wenn die Klage eingebracht wird.
Gerhard Veits, Vorstand des ÖVM Österreichischen Versicherungsmaklerverbandes und Kuratoriumsleiter der ÖVA Österreichischen Versicherungsakademie

Wien (OTS) - Sollte ein Versicherungsunternehmen eine Leistung ablehnen, die sich in Folge – etwa durch ein Urteil – doch als berechtigt herausstellt, hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Verzugszinsen. Und dieser ist laut Versicherungsvertragsgesetz verpflichtend (§ 11 (4) VersVG) und zwingend.

Etwaige anderslautende Vereinbarungen in den Versicherungsbedingungen sind somit ungültig.

Die Höhe des Verzugszinses ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben und von der Eigenschaft des Versicherungsnehmers in Bezug auf den jeweiligen Versicherungsvertrag abhängig: Konsument oder Unternehmen.

Höhe der Zinsen von Art des Geschäftes abhängig

Handelt es sich um ein Konsumentengeschäft so beträgt der Verzugszins vier Prozent pro Jahr.

Richtig teuer wird es für den Versicherer, wenn es sich um ein Unternehmergeschäft handelt, wovon etwa bei derzeit häufigen Betriebsunterbrechungsversicherungen auszugehen ist. Hier gilt ein Verzugszins in Höhe von 9,2 Prozent über dem Basis-Zins den der Versicherer zusätzlich zur eigentlichen Versicherungsleistung zu bezahlen hat.

Der Basiszins (abrufbar unter: http://www.basiszins.at/) ist derzeit bei -0,62 Prozent. Das heißt: Dem Versicherungsnehmer steht aktuell ein Zinsanspruch in Höhe von 8,58 Prozent zu.

Sobald abgelehnt wurde, beginnt der Zinslauf

Die Verpflichtung zur Zinsleistung des Versicherers beginnt, sobald er die Erhebungen beendet, die den Versicherungsfall und den Umfang des Leistungsvolumens untersuchen.

Gerhard Veits, Vorstand des ÖVM Österreichischen Versicherungsmaklerverbandes und Kuratoriumsleiter der ÖVA Österreichischen Versicherungsakademie dazu: „Wenn ein Versicherer die Leistungserbringung ablehnt, gibt er damit zu erkennen, dass er seine Erhebungen abgeschlossen hat. Damit beginnt der Zinsanspruch bereits mit dem Zeitpunkt der Ablehnung und nicht erst wenn die Klage eingebracht wird.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVM Österreichischer Versicherungsmaklerring
Ines Glatz-Deuretzbacher
PR-Beraterin
+43 69912213721
id@november-pr.at
www.november.at

Ulrike Menger, Generalsekretärin +43 (1) 4169333-13
menger@oevm.at
www.oevm.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NDP0001