Rössler zum Tag des Meeres: Unser Plastikmüll zerstört die Weltmeere

Grüne: Der größte Müllwirbel ist 16mal so groß wie Österreich

Wien (OTS) - „Auch Binnenländer wie Österreich tragen täglich zur Vermüllung der Weltmeere bei, denn das meiste Plastik kommt vom Land, wo es achtlos weggeworfen und über Flüsse wie die Donau ins Meer geschwemmt wird. Die Auswirkungen auf Meerestiere und Ökosysteme sind verheerend und erreichen über die Nahrungskette bereits die menschliche Gesundheit“, kommentiert Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, den heutigen Tag zum Schutz der Meere.

80 Prozent des gesamten Meeresmülls besteht aus Plastik. Insgesamt sollen sich bereits 300 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren befinden. Jede Minute landet eine weitere LKW-Ladung im Meer. Der größte Müllwirbel befindet sich im Pazifik und ist mindestens 16mal so groß wie Österreich. Das Plastik zerfällt durch Wellenbewegungen, Salzwasser und UV-Strahlung in immer kleinere Teile und wird zum sogenannten Mikroplastik, das oft auch giftige und krebsverursachende Chemikalien aus der Umgebung an sich bindet und klimarelevante Gase wie Ethylen und Methan freisetzt. Über Tiere, die Plastik oder Mikroplastik mit Nahrung verwechseln, gelangt Mikroplastik auch in unsere Nahrungskette.

Dass gegen achtlos weggeworfenen Plastikmüll so wenig getan wird, ist für Rössler unverständlich: „In Salzburg wurde das 'Littering' in der Natur schon vor Jahren untersucht, unter anderem entlang von Gewässern. Das Ergebnis war eindeutig: Rund 76 Prozent des achtlos weggeworfenen oder zurückgelassenen Mülls waren Getränkeverpackungen“, sagt Rössler. „Die Lösung kann nur die radikale Reduktion des Plastikmülls und die rasche Einführung eines Pfandsystems für alle Einweg-Getränkeverpackungen sein.“

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