Caus Ischgl - Kucher: „Absurde Corona-Strafen für die Bevölkerung, aber wo ÖVP draufsteht, wird weggeschaut!“

Kurz und Nehammer können sich jetzt nicht an PolizistInnen abputzen

Wien (OTS/SK) - Die Causa Ischgl wird täglich um einen Skandal reicher – besonders, wenn ÖVP-dominierte Behörden oder Institutionen im Spiel sind, stellt SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. In der heutigen Ausgabe des „Profil“ wird von einer Exekutive berichtet, die „trotz behördlicher Betriebsschließungen“ zusah, wie „Menschenmassen“ munter weiterfeierten, „als gäb’s kein Corona". Von Kanzler Kurz, der seinen Parteifreunden beim völlig überforderten Fuhrwerken im Krisenmanagement zusah, über Innenminister Nehammer, dessen Behörde den mächtigen Touristikern in Tirol offenbar nichts entgegensetzen durfte oder wollte, bis hin zum Walsertal: „Ob Kleinwalsertal, Corona-Partys in Ischgl oder bei Kurz-Freunden wie Gastronom Ho: Wo ÖVP draufsteht, wird weggeschaut. Die Causa Ischgl ist ein Sittenbild von einer giftigen Mischung aus hoffnungsloser Überforderung der Tiroler ÖVP-Freunde Platter, Tilg und Hörl und den Scheuklappen von Bundeskanzler und Innenminister“, resümiert Kucher die ÖVP-Causa. ****


Die Aufdeckungen im Profil, wonach selbst die Polizei bei den Ischgl-Partys nicht einschritt, eröffnen zahlreiche Fragen an den Innenminister: „Wusste Nehammer vom aktiven Zusehen seiner Behörde? Gab es gar eine Anweisung zuzusehen? In welche Richtung wird ermittelt? Gibt es Interessenskonflikte zum Beispiel zwischen der Seilbahnindustrie und der Polizei?“ Dazu kündigt der stellvertretende Klubobmann und Gesundheitssprecher der SPÖ eine weitere parlamentarische Anfrage an. „Egal ob aus Überforderung oder weil wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung gestellt worden sind: Was in Tirol geschehen ist, darf sich so nie mehr wiederholen.“

„Kanzler Kurz und Innenminister Nehammer können sich hier nicht wieder aus der Verantwortung stehlen. Nachdem man rund um das Chaos in Ischgl alles auf Gäste und Gastwirte geschoben hat, kann es nun nicht sein, dass man sich an den PolizistInnen abputzt. Kurz und Nehammer können nicht vom eigenen Versagen ablenken, bis ‚Gras über die Sache wächst‘, wie der Tiroler ÖVP-Nationalratsabgeordnete, Wirtschaftsbund-Chef und Seilbahn-Lobbyist Franz Hörl meinte. Das werden wir nicht zulassen!“, fordert Kucher völlige Transparenz. (Schluss) bj

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