„kulturMontag“ am 8. Juni: 90 Jahre Otto Schenk, Hubert von Goiserns Romandebüt, Ischgl-Fotoband von Lois Hechenblaikner

Außerdem: Dokumentation „CineKino – Großbritannien“

Wien (OTS) - Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 8. Juni 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 bringt eine Hommage an den Doyen des österreichischen Theaters und Meister des Humors, Otto Schenk, zum 90. Geburtstag. Außerdem befasst sich die Sendung u. a. mit Hubert von Goiserns Debüt als Romanautor und stellt den neuen Bildband des Tiroler Fotografen Lois Hechenblaikner vor, der seit fast drei Jahrzehnten die Exzesse der alpinen Vergnügungsindustrie dokumentarisch festhält und sich diesmal dem Corona-Hotspot Ischgl widmet. Anschließend an das Magazin steht eine Folge der zehnteiligen Dokureihe „CineKino“ über das Filmland „Großbritannien“ (23.30 Uhr) auf dem Programm.

Melancholischer Pointensetzer – Hommage an Otto Schenk zum 90. Geburtstag

Seit fast 70 Jahren ist die Bühne seine Welt und sein Rang ist der eines nationalen Heiligtums: Am 12. Juni feiert Publikumsliebling Otto Schenk 90. Geburtstag (Details zum ORF-Schwerpunkt unter presse.ORF.at). Der „kulturMontag“ würdigt das reiche Schaffen des Jubilars, der als Schauspieler, Regisseur und langjähriger Intendant der Josefstadt Theatergeschichte geschrieben hat und auch im Film die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Dank seiner Leidenschaft für die Oper und seiner Musikalität wurde er zum Weltstar der Opernregie und verzeichnete Erfolge u. a. in Salzburg, Wien und New York. Zeit seines Lebens ist Otto Schenk, der auch als Buch-Autor reüssierte, ein großer Menschenbeobachter geblieben. Sein untrüglicher Instinkt für Pointen, sein perfekter Sinn für Timing machen ihn zum begnadeten Komödianten. Im „kulturMontag“ gratulieren auch zahlreiche Weggefährtinnen und -gefährten wie Maria Köstlinger, Herbert Föttinger oder Michael Niavarani.

Abenteurer auf Abwegen – Hubert von Goiserns Romandebüt

Mit dem Lied „Koa Hiatamadl“ hat er vor knapp 30 Jahren die Volksmusik revolutioniert und auch danach gab es für Hubert von Goisern keine musikalischen Grenzen. Der Oberösterreicher wagt nun mit 67 und seinem Debütroman „flüchtig“ einen künstlerischen Neustart unter dem bürgerlichen Namen Hubert Achleitner. Damit wollte er, wie er sagt, den Promifaktor ausschalten, was ihm allerdings nicht geglückt ist. Sein Erstlingswerk ist ein Roadmovie über das Loslassen, das Suchen und über das flüchtige Glück der Liebe. Auch ein neues Album mit dem Titel „Zeichen der Zeit“ soll in diesem Sommer veröffentlicht werden, die Tour zum Album musste jedoch aufgrund der Corona-Krise auf 2021 verschoben werden. Über Aufbruch und Abenteuer, Heimat und Fremde, Leben und Liebe, Konsumwahn und Flugangst erzählt Hubert Achleitner aus Bad Goisern live im „kulturMontag“-Studio.

Dokumentarist des Abgrunds – Fotograf Lois Hechenblaikners Fotoband „Ischgl“

In seinen Bildern hält er die Exzesse der alpinen Eventkultur fest, dokumentiert den Wahnsinn des Après-Ski und gilt dafür als Nestbeschmutzer. Seit rund 26 Jahren prangert der Tiroler Fotograf Lois Hechenblaikner die Auswüchse durch die Tourismusindustrie in seiner Heimat an. Mit seiner ausdrucksstarken Bilddokumentation betreibt er fotografische Kultursoziologie und erlaubt den ungeschönten Blick auf die Mechanismen einer profitorientierten und verantwortungslosen Vergnügungsindustrie. Sein neues Buch „Ischgl“ lässt erahnen, wie sich das Corona-Virus so rasant in einer Region ausbreiten konnte. Der „kulturMontag“ hat Lois Hechenblaikner zum Interview getroffen und berichtet in einer Reportage aus Ischgl: Wie ist die Stimmung in dem Ort, der international als Corona-Hotspot gebrandmarkt ist? Findet ein Umdenken im „Ballermann der Alpen“ statt?

Dokumentation „CineKino – Großbritannien“ (23.30 Uhr)

Europäisches Kino, das sind mehr als 120 Jahre Filmgeschichte und mehr als 1.000 neue Produktionen jährlich. Die internationale TV-Reihe „CineKino“ präsentiert Höhepunkte, Schlüsselszenen und Kostbarkeiten aus zehn europäischen Ländern. Die Folge „CineKino – Großbritannien“ führt u. a. auf die Spuren des berühmtesten aller Agenten: James Bond – er verkörpert „Britishness“ pur. Spione hatten es schon Alfred Hitchcock angetan – auch ihm ist ein Kapitel gewidmet. Ebenso Stephen Frears, dessen filmisches Porträt der Queen mit Helen Mirren in der Hauptrolle zum Welterfolg wurde. Regisseur Laurent Heynemann lässt Höhepunkte von Frears’ Karriere, von „Mein wunderbarer Waschsalon“ bis zu „The Queen“, Revue passieren und erinnert an den Aufbruch des britischen Kinos.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0004