FP-Mahdalik zu Untersuchungskommission: Große Spannung vor der Einvernahme des Zeugen Sascha Kostelecky

Verein „Freunde der Donauinsel“ wurde kurz vor Start der U-Kommission aufgelöst, um Prüfung zu entgehen

Wien (OTS) - In der morgigen Sitzung der Untersuchungskommission soll der Verein „Freunde der Donauinsel“ behandelt werden. Dieser Verein hat die Wiener Donauinsel als Veranstaltungsfläche vermittelt. „Das ist eine Aufgabe, die zuvor jahrelang von der MA 45 übernommen wurde. Plötzlich wurde es der MA 45 `zu aufwendig´ und man hat einen Verein damit beauftragt“, erklärt Mahdalik die Historie des Konstrukts. Besonders interessant: Der Verein besteht nur aus vier Personen, der Vorstand sogar nur aus zwei. Dem Leiter der MA 45, Gerald Loew, einerseits und einem Organisator des SPÖ-Donauinselfests, Sascha Kostelecky, andererseits. „Der Verein hat von der MA45 dann noch gleich eine Immobilie zur Verfügung gestellt bekommen, in die sich der Kostelecky gleich mit seinem privaten Unternehmen (eine Tierfutterhandlung) einquartiert hat“, so Mahdalik weiter.

Der Verein ist bereits in der Vergangenheit aufgefallen und wäre vertraglich dazu verpflichtet gewesen, jährlich mit der Stadt Wien seine Einnahmen und Ausgaben abzurechnen. Der Stadtrechnungshof hielt allerdings nach einer Prüfung des Vereins fest, dass diese Abrechnungen weder von der Stadt noch vom Verein vorgelegt werden konnten. „Wir vermuten bei diesem Verein bereits seit Jahren eine schamlose Selbstbedienung von SPÖ-Genossen“, erklärt Mahdalik. Die Einsetzung der Untersuchungskommission löste bei dem Verein und der Stadt Wien jedenfalls Panik aus: Der Verein wurde umgehend aufgelöst und die Stadt Wien gab ein Rechtsgutachten in Auftrag, dass der Verein gar nicht geprüft werden kann. Dieses Gutachten konnte von der Untersuchungskommission durch ein eigenes Rechtsgutachten weitgehend entkräftet werden, weshalb es jetzt auch zur Behandlung des Vereins kommt.

Besonders interessant wird laut Mahdalik die Zeugenaussage von Herrn Kostelecky werden: Dieser war nicht nur Vorstandsmitglied des Vereins „Freunde der Donauinsel“ und hat die Donauinsel als Eventfläche vermittelt, er war auch im Vorstand des Vereins „Wiener KulturService“ (jenem SPÖ-Verein, der 1,9 Millionen Euro für das Donauinselfest kassiert) und scheint auch bei der Pro Event Team für Wien GmbH auf. Diese Gesellschaft ist die Event-Agentur, die das Donauinselfest umsetzt. „Kostelecky ist der Dreh- und Angelpunkt zwischen der SPÖ, der Donauinsel und damit verbundenen Geldflüssen von der Stadt Wien. Wir sind gespannt, was die SPÖ hier für metaphorische Leichen im Keller hat, dass hier derart gemauert wird“, schließt Mahdalik.

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