Strompreis: SPÖ Kärnten fordert einheitlichen Netztarif!

Sucher: Bundesregierung ist gefordert, die Benachteiligung der Kärntner Bevölkerung zu beenden - Kärntner ÖVP soll Verbindung nach Wien nutzen

Klagenfurt (OTS) - Die Zersiedelung Kärntens ist der Grund, weswegen die Kärntner beim Strom den mit Abstand höchsten Netztarif in Österreich zahlen müssen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Landesrechnungshofes hervor. Ein rasch wirksames Mittel gegen die hohen Kosten wäre ein bundesweit einheitlicher Netztarif, so der Landesrechnungshof. „Die Bundesregierung ist gefordert, die Benachteiligung der Kärntner Bevölkerung endlich, wie vonseiten der SPÖ-Kärnten bereits gefordert, zu beenden, indem sie der E-Control vorschreibt, bei der Berechnung der jeweiligen Netztarife der Energieanbieter in den Bundesländern auch Strukturnachteile zu berücksichtigen“, fordert SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher.

„Die Kärntnerinnen und Kärntner zahlen die am höchsten festgelegten Netzkosten, die in weiterer Folge hohe Energiekosten nach sich ziehen. Diese Ungerechtigkeit muss beendet werden,“ nimmt Sucher Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die vormalige Verantwortliche und Bundesministerin Gewessler in deren Ressortverantwortung die E-Control aktuell fällt, in die Pflicht.

Ein Kärntner Durchschnittshaushalt zahlt für Strom (laut Berechnung September 2019) 730 bis 959 Euro im Jahr, gut ein Drittel davon (35,7 %) macht der Netztarif aus. Je weiter Gebäude voneinander entfernt liegen, umso mehr Trafostationen und Leitungen sind nötig, um die einzelnen Gebäude zu versorgen. Das Kärntner Netz hat die geringste Anzahl an Zählpunkten pro Trafostation, Tirol hat rund ein Drittel mehr, der Netztarif ist um ein Drittel günstiger.

Unterstützung erwartet sich Sucher auch seitens der ÖVP-Kärnten. Sie solle unverzüglich, das hoffentlich gemeinsame Anliegen zur Beendigung der Benachteiligung Kärntens bei Sebastian Kurz und Co unterstützen. „Wir haben ja auch nur eine bundesweit einheitliche Gebühr für die Autobahn, eine einheitliche Portogebühr bei der Post - warum dann nicht auch einheitliche mit einem zusätzlichen Fairness- und Solidaritätsfaktor berechnete Netzgebühren? Eine Gebühr für alle Bundesländer - das ist im Sinne Kärntens - die Kärntner ÖVP kann ihren guten Draht nach Wien bemühen, um hier eine Lanze für Kärnten zu brechen“, so Sucher.

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