Nationalrat - Köllner: Budget für Unterhaltsvorschüsse aufstocken – Familien und Kinder dürfen nicht die Verlierer sein

Wien (OTS/SK) - Der burgenländische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Maximilian Köllner forderte in seiner Rede im Rahmen der Budgetdebatte im Parlament eine deutliche Aufstockung des Budgets für Unterhaltsvorschüsse und eine rasche Reparatur der Regelung für Krisenpflegeeltern. „In einigen Bereichen der Familienpolitik muss rasch der Hebel angesetzt werden. Vorrangig beim Budget für Unterhaltsvorschüsse. Nicht nur, dass viele Zahlungspflichtige durch Kurzarbeit oder Jobverlust als Folge die Coronakrise in Rückstand geraten, viele Familien durch die Krise noch mehr auf den Unterhalt angewiesen sind, darf man diese Familien nicht durch Verzögerungstaktik im Stich lassen. Vom Corona Härtefonds der Ministerin hat nämlich noch keine Familie Geld gesehen“, so Köllner. ****

Ein ebenso wichtiges, wenn auch deutlich tragischeres Problem, sieht Köllner darin, wenn kleine Kinder verwahrlosen, Opfer häuslicher Gewalt werden oder Eltern mit ihrer Drogensucht kämpfen. „Dann sind es die Krisenpflegeeltern, die diesen oft traumatisierten Kindern Vertrauen und Liebe geben. Die Entschädigung dieser so wertvollen Tätigkeit ist viel zu gering, Pflegegeld gibt es nur im Nachhinein. Kleidung, Medizin, Essen, Spielzeug – das alles bezahlen die Krisenpflege-Eltern selbst“, zeigt Köllner auf.

Ein "Husch-Pfusch-Gesetz der Ibiza-Koalition" von ÖVP/FPÖ hat 2019 ein Gesetz aus dem Ärmel geschüttelt, gemäß dem viele Krisenpflegeeltern gar kein Kindergeld erhalten. "Dieses Gesetz muss schleunigst repariert werden, Krisenpflegeeltern leisten einen großartigen Job, der nur mit Herzblut und Hingabe möglich ist, dafür steht ihnen Betreuungsgeld zu. Und das schon ab dem ersten Tag! Das gehört asap repariert!“, betont Köllner.

Zum Abschluss ging der burgenländische Mandatar auf das Thema Betreuung und Pflege ein, das viele Familien vor organisatorische, finanzielle aber auch emotionale Herausforderungen stellt. Das burgenländische Modell mit der Ausbildung und Anstellung pflegender Angehöriger legt Köllner der Bundesregierung nahe. „Ich denke, es ist höchste Zeit, dass Sie sich auch innerhalb der Bundesregierung hier Anleihen nehmen und neue Wege gehen, die den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht werden“, schloss Köllner. (Schluss) wf/ls

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