Studie: Jeder Zweite nutzt verstärkt digitale Services wegen Corona-Pandemie

Österreicher digitaler als Deutsche

Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei den Österreichern in den letzten Monaten zunehmend digitale Services an die Stelle des physischen Kontaktes getreten. Fast jeder Zweite (45 Prozent) hat verstärkt solche Services in Anspruch genommen - ob Beratung per Video-Chat, Apps zum Streamen oder digitale Finanz-Tools. Das ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers CLARK zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov. Die Untersuchung sollte die Einstellungen und das veränderte Nutzungsverhalten aufgrund der Corona-Krise untersuchen und wurde sowohl in Österreich als auch in Deutschland durchgeführt.

Vor allem die sogenannten Digital Natives nutzen seit der Corona-Pandemie verstärkt digitale Services in Österreich. So sind es unter den 18- bis 24-Jährigen 75 Prozent und unter den 25- bis 34-Jährigen immerhin 66 Prozent. Aber selbst 29 Prozent der über 55-Jährigen hierzulande geben an, in den letzten Monaten vermehrt auf Apps und Online-Services zurückgegriffen zu haben. Nur einer von zehn Österreichern (12 Prozent) gibt dagegen an, generell nur wenige digitale Dienstleistungen zu nutzen und dies auch mit Corona nicht geändert zu haben.

Vertrauen in digitale Dienstleistungen weiterhin schwankend

Die 'verordnete' Digitalisierung geht allerdings nicht automatisch mit einem höheren Vertrauen in die Dienstleistungen einher. Die große Mehrheit von 74 Prozent der Befragten hat laut Studie weder mehr noch weniger Vertrauen in digitale Dienstleistungen seit Corona. Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Befragten gibt an, mehr Angst vor dem Missbrauch der persönlichen Daten oder vor Cyberkriminalität zu haben. Diese Tendenz ist überraschenderweise bei den 18- bis 24-Jährigen mit 48 Prozent höher als bei den Befragten über 55 Jahren. Die Angst vor Missbrauch der eigenen Daten dürfte auch mit vermehrten Berichten über die Zunahme von Cyber-Risiken zusammenhängen.

In Bezug auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, mit solchen Services umzugehen, zeichnet sich ein positives Bild ab. Knapp zwei Drittel (61 Prozent) stimmen der Aussage zu, sich im Umgang mit digitalen Services sicher zu fühlen und kein Problem damit zu haben, in Zukunft vermehrt solche Services zu nutzen. Auch hier fallen vor allem die Digital Natives auf, denn unter den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Doch selbst unter der älteren Generation scheint die selbst wahrgenommene digitale Fitness hoch zu sein: 58 Prozent der über 55-Jährigen fühlen sich sicher im Umgang.

Österreicher digital fitter als die Deutschen

Alles in allem sind die Österreicher deutlich positiver und offener gegenüber digitalen Services als ihre deutschen Nachbarn. So gaben mehr Befragte in Österreich an (45 Prozent), die Services vermehrt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu nutzen als in Deutschland mit nur 31 Prozent. Auch war der Anteil derer in Deutschland höher, die sich generell gegen die digitalen Tools verweigern mit 21 Prozent in der Bundesrepublik gegenüber 12 Prozent in Österreich. Und auch bei der Einschätzung der generellen Fähigkeiten im Umgang mit den digitalen Dienstleistungen sind die Österreicher durchwegs positiver: Den 61 Prozent in Österreich stehen 50 Prozent in Deutschland gegenüber. Bemerkenswert dabei: Selbst die älteren Befragten fühlen sich mehrheitlich fit genug, um in Zukunft vermehrt digitale Services in Anspruch zu nehmen.

Chancen für verstaubte Branchen

Trotz weiterhin bestehender Generationenlücke und Misstrauen aufgrund von Sicherheitsbedenken könnte die Corona-Krise zu einem wahren Digitalisierungsschub in einigen Branchen führen - auch im Versicherungsbereich. Der Versicherungsmanager CLARK bietet eine volldigitale Möglichkeit, alle Verträge per App oder am Computer zu managen. Das deutsche Insurtech ist seit April auch in Österreich aktiv. "Wir sehen, dass die Österreicher prinzipiell aufgeschlossen und fit für die Nutzung digitaler Services sind. Und jetzt machen sie die Erfahrung, dass vieles, was früher persönlich erledigt wurde, auch digital funktionieren kann. Das wird nicht nur in der Versicherungsbranche zu einem Umdenken führen", erklärt Dr. Philip Steiner, Geschäftsführer von CLARK in Österreich.

Über die Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von CLARK, an der 1.015 Personen zwischen dem 12. und 18. Mai 2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren in Österreich.

Über CLARK

CLARK ist ein führender Versicherungsmanager in Deutschland und Österreich und bietet seinen Kunden eine voll-digitale Möglichkeit ihre Versicherungen zu verbessern. Algorithmusbasiert analysiert CLARK sämtliche Tarife eines Kunden und identifiziert aus dem Angebot von über 70 Versicherungsunternehmen individuell die besten Tarife.

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