NEOS zu IHS-Studie: Früherer Schul-Vollbetrieb und Fördergarantie notwendig

Martina Künsberg Sarre: „IHS-Studie warnt vor wachsender sozialer Kluft bei Schüler_innen durch Homeschooling. Früherer Vollbetrieb und Förderoffensive sind notwendig.“

Wien (OTS) - In ihren Befürchtungen bestätigt, sieht sich NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre durch die heute präsentierte Lehrer_innen-Studie des IHS. Die Studie zeigt auf, dass nach Einschätzung der Pädagog_innen das Homeschooling für viele Kinder und Jugendliche eine große Herausforderung war und dass 36% der Schüler_innen, die schon vor der Corona-Krise als benachteiligt galten, während des Homeschoolings für Schulen schwer bzw. gar nicht erreichbar waren. „Diese Zahlen sind alarmierend. Sie beweisen, dass die soziale Kluft in unseren Schulen noch verstärkt wurde.“

Künsberg Sarre fordert den Bildungsminister auf, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, um ein weiteres Auseinandergehen der Bildungsschere zu stoppen: „Das Thema ist ja nicht neu, aber durch die Krise wurde der Handlungsbedarf noch deutlicher. Wir haben für jedes einzelne Kind Verantwortung. Die geplante Summer School kann nur ein Baustein in einer größeren Förderoffensive sein. Zwei Wochen im Sommer werden nicht die Versäumnisse von acht Wochen Home Schooling ausgleichen - und schon gar nicht strukturelle Ungerechtigkeiten im Bildungssystem.​“

Auch im nächsten Schuljahr werden Maßnahmen notwendig sein, betont die NEOS-Bildungssprecherin: "Auch ein Chancen-Aufholprogramm im Herbst muss angegangen werden. Wir fordern daher für das gesamte neue Schuljahr eine Fördergarantie mit Ergänzungsunterricht und psychosozialer Unterstützung, damit auch jene Kinder Anschluss finden, die wir in den vergangenen Monaten verloren haben.“

Kein Verständnis zeigt Künsberg Sarre auch für weitere fünf bis sechs Wochen Schichtbetrieb mit Homeschooling Tagen bis Ende des Schuljahres: "Zumindest in den Volksschulen sollten wir im Juni wieder einen Vollbetrieb fahren, damit keine weitere Zeit für die Kinder verloren geht. Länder, die ihre Schulen schon vor Wochen aufgesperrt haben, haben gute Erfahrungen damit gemacht."

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