Herr fordert endlich klare Antworten zu Causa Ischgl

Anfragebeantwortung zeigt langsamen Informationsfluss und fehlende Kritik an Tiroler Behörden durch Gesundheitsminister

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der ersten Anfragebeantwortung des Gesundheitsministeriums zur Causa Ischgl fordert SPÖ-Abgeordnete Julia Herr endlich klare Antworten zur Causa Ischgl, nachdem bis heute viele Fragen unbeantwortet geblieben sind. Die Anfragenstellerin zeigt sich zudem erstaunt über den langsamen Informationsfluss auf höchster Ebene. „Während die Behörden aus Island bereits am 4. März über Coronafälle berichteten, wurde Minister Anschober erst am 6. März von Landeshauptmann Platter persönlich über die Lage informiert.“ Pikantes Detail: Diese erste direkte Information kam - wie aus der Anfragebeantwortung hervorgeht - bloß zufällig bei einer Begegnung am Flughafen Schwechat zwischen Anschober und Platter zustande. ****

„Während ein Teil der Bundesregierung mit zweifelhaften Fakten auf Wien hinhaut und die Corona-Krise für Wahlkampf missbraucht, wird über Ischgl die Hand drüber gehalten!“, so Herr. Es stelle sich die Frage, wie groß das Interesse der Bundesregierung an einer sauberen Aufarbeitung ist. Denn die Anfragebeantwortung entbehrt jeglicher Kritik am Vorgehen der Tiroler Behörden, obwohl bereits durch Recherchen des Profils aufgedeckt wurde, dass die Erlässe des Ministeriums von den lokalen Behörden äußert fragwürdig umgesetzt wurden. Noch dazu wurde auf viele konkrete Punkte der Anfrage kaum eingegangen, viele Antworten des Ministeriums fallen schwammig aus.

„Es braucht endlich Antworten und eine saubere Aufarbeitung – wenn Erlässe in Tirol nicht eingehalten wurden, sind Aufklärung und Konsequenzen dringend nötig. Ein Schützen der Verantwortlichen ist hier klar fehl am Platz“, so die Abgeordnete abschließend. (Schluss) lp

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