AK Preismonitor Internet-Banking: „Sein und Schein“ – Billiger, aber nicht ganz gratis! 1

Internet-Banking bietet nicht nur Vorteile – Spesenfallen lauern – Phishing-E-Mails eine Plage

Wien (OTS) - Wer sein Konto online nutzt, spart sich rund 30 Euro Spesen pro Jahr im Vergleich zu Transaktionen, die in der Filiale erledigt werden. Achtung, ganz kostenlos ist Internet-Banking allerdings nicht – einige Banken verrechnen Spesen, etwa für TAN oder Kontoauszüge. Das zeigt ein AK Preismonitor für Internet-Banking am Girokonto bei neun Banken von Ende April.

63 Prozent der ÖsterreicherInnen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Die Vorteile liegen auf der Hand: praktisch, spart den Weg zur Bankfiliale, keine Wartezeiten. Corona hat Internet-Banking nochmals einen Kick gegeben. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung wurden KundInnnen angehalten, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen. „Aber Vorsicht, es gibt immer gefinkeltere Phishing-Attacken – also den Datenklau im Internet mit anschließendem Plündern des Kontos“, sagt AK Konsumentenschützer Christian Prantner. „Cyberkriminalität nimmt zu, das zeigen auch die Statistiken des österreichischen Bundeskriminalamtes.“ Statistiken zufolge gibt es weltweit rund 50.000 Phishing-Websites.

Die AK wollte wissen, ob Internet-Banking wirklich Spesenvorteile zu traditionellen Bank-NutzerInnen bringt. Sie hat die Spesen beim Internet-Banking von neun Banken geprüft, die bei elektronischen oder sonstigen online erledigten Transaktionen anfallen.

Der AK Preismonitor zeigt: Ein reiner „Online-Nutzer“ kann sich im Vergleich zu einem „Normalnutzer“ mit Transaktionen in der Bankfiliale rund 30 Euro im Jahr sparen. Die jährlichen Kontokosten des Online-Nutzers sind somit um 26 Prozent günstiger als jene des Normalnutzers. Mit Spesen müssen KonsumentInnen dennoch rechnen, die elektronische Abwicklung ist nur bei einigen Banken gänzlich kostenlos. Einige Beispiele:

+ Fünf (Bank Austria, Erste, HYPO NOE, RLB NÖ-Wien, WSK) von neun verrechnen bei bestimmten Kontoprodukten Spesen bis zu 32 Cent für online beauftragte Überwei-sungsaufträge.
+ Die Freigabe einer Überweisung mittels Transaktionsnummer (TAN) ist auch nicht immer kostenlos: Fürs Versenden einer smsTAN verlangen zwei Institute (RLB NÖ-Wien, HYPO NOE) jeweils zehn Cent pro TAN. Bei Raiffeisen sind zehn TAN pro Monat inkludiert.
+ Die HYPO NOE veranschlagt – als einziges Institut – ab dem 13. Online-Kontoauszug zehn Cent pro Jahr.
+ Die easybank kann auf die Filialen der BAWAG P.S.K. zurückgreifen. Das kann teuer werden: Eine Barauszahlung kostet bei der easybank bis zu 3,90 Euro, wenn diese am Schalter einer BAWAG P.S.K. Filiale erfolgt
+ Die Online-Änderung eines Dauerauftrages ist bei den neun untersuchten Banken immer kostenlos – bei dieser Position ergeben sich echte Kostenvorteile gegenüber einer Ände-rung oder Schließung, die in der Filiale durchgeführt wird (bis zu 3,90 Euro).

(Forts.)

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